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Leverkusen
THW: 50 Oldtimer an der Schlangenhecke

Leverkusen. Nur ein Wort hatte Olaf Küster, Vorsitzender des Pattscheider Veteranenclubs, als er gefragt wurde, ob er mit der Besucherresonanz zufrieden sei. "Wahnsinn", sagte er strahlend. Nachdem bislang der alte Pattscheider Bahnhof das angestammte Domizil der Veteranenfreunde war, trafen sie sich am Sonntag zum ersten Mal auf dem Gelände des Technischen Hilfswerkes (THW) an der Schlangenhecke in Leverkusen-Fixheide. Von Gabi Knops-Feiler

Das große Grundstück war nicht nur Besucher ideal geeignet - immerhin stellte der Textar-Nachfolger rund 250 Parkplätze für Besucher zur Verfügung - sondern auch für die Besitzer alter Automobile. Und die kamen ebenso in Scharen, wie die Zuschauer. Seite an Seite waren 50 Oldtimer, 60 Traktoren und 30 Motorräder aufgereiht. Auch die historischen Lkw des THW waren aus den Garagen auf die Ausstellungsfläche gefahren worden. Der Gerätekraftwagen für den Bergungstrupp und der Werkstattwagen waren einst vom Bund für den Zivilschutz angeschafft worden.

Unter den Oldtimer gab es einige besondere Raritäten. Einer darunter war der Mercedes-Benz Typ "Stuttgart" von 1930, mit dem Robert Müller aus Köln anreiste. Der 67-jährige gelernte Kfz-Ingenieur ist seit 1974 Besitzer des 50 PS starken Fahrzeugs mit sechs Zylindern und Drei-Gang-Schaltgetriebe sowie aufstellbarem Frontfenster. Ursprünglich, erzählte er, stammte es aus dem Besitz von Alexander Schalck-Golodkowski. Der einstige Oberst im Ministerium für Staatssicherheit und Wirtschaftsfunktionärs der DDR war für den Bereich Kommerzielle Koordinierung und somit für den (inoffiziellen) Handel mit dem kapitalistischen Ausland zuständig. Schalck-Golodkowski verkaufte gleich einen ganzen Tieflader voller Oldtimer. Ein Tuchfabrikant kaufte die Sammlung für sein Museum in Nettelstädt und veräußerte einzelne Fahrzeuge. Über Jahrzehnte restaurierte Müller das Auto. Das ist an Besonderheiten noch nicht alles. Denn die Limousine wurde als erster so genannter Selbstfahrer von Porsche konstruiert und konnte ohne Chauffeur gelenkt werden. Bereits der Großvater besaß dieses Modell und erhielt von Mercedes als Werbegeschenk zwei Führerscheine gesponsert

Peter Barkam, THW-Ortsbeauftragter des Ortsverbandes Leverkusen war sehr zufrieden: "Ich freue mich über die große Resonanz. So mancher, der heute wegen der Oldtimer gekommen ist, weiß jetzt auch, wo das THW ist."

Quelle: RP
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