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Für Daheimbleiber So Schön Sind Die Ferien
Viel Platz für Pänz in Rheindorf

Für Daheimbleiber So Schön Sind Die Ferien: Viel Platz für Pänz in Rheindorf
Auf dem Bauspielplatz am neuen Rheindorfer Jugendhaus werden unter Anleitung alte Möbel für die Zukunft flott gemacht: Hier schleift Luan einen Stuhl. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Malen, Basteln, Spielen - Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren füllen das Ferienprogramm im neuen Jugendhaus mit Leben. Von Monika Klein

Eigentlich wollten sie schon mit Papier und Stiften kreativ werden. Doch dann stürzten sich Maike, Cassandra und Nadine auf die Holzreste und bemalten sie mit deckenden Farben. Die drei Zwölfjährigen kennen sich noch aus der Grundschule und nehmen seit Montag im neuen Rheindorfer Jugendhaus am Ferienprogramm "Platz für Pänz" teil.

Während die Mädchen malen, starten die Jungen ein Tischtennis-Turnier, andere spielen Billard. Am Nachmittag können alle, die Lust haben, auf dem Bauspielplatz unter Anleitung alte Möbel für die Zukunft flott machen. Am Vormittag ist die Verbindungstür noch geschlossen. Auf dem Bauspielplatz treffen die ersten Kinder ein und leihen sich Gerätschaften aus. "Ich stelle zuerst mal das Wasser an", sagt Betreuerin Sibylle Grützmacher. Es soll ja warm werden.

Für die erste Woche des 14-tägigen Ferienangebots haben sich im städtischen Jugendhaus 15 Kinder- und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren angemeldet, erzählt dessen Leiter Ralf Hölscher. Normalerweise sind die Besucher des Jugendhauses mindestens zwölf Jahre alt. Am Mittwoch ist ein Ausflug in die Museumspädagogik von Schloss Morsbroich geplant. Über drei Tage soll der Recycling-Möbelbau laufen. Und zur gleichen Zeit hat eine andere Gruppe im Evangelischen Jugendhaus unter der Hoffnungskirche damit begonnen, Müll zu recyceln. Eine Skizze gibt es nicht, den Plan für die erste Figur, die alle gemeinsam auf die Beine stellen wollen, haben sie im Kopf. Schnell haben sich Zweierteams gebildet, die sich für die Körperteile eines Roboters aus Pappschachteln und -röhren verantwortlich fühlen.

Dilane (7) und Leonie (10) fixieren die Beine auf Schuhkarton-Füßen, Corinna und Lukas, die als Kinder die Angebote im Jugendkeller nutzten und seit ihrer Konfirmation zum Helferteam gehören, haben diverse Schachteln zu einem kantigen Körper verbunden. Im Innenhof fächeln andere Luft in das Grillfeuer. Die erste Vorbereitung für das Mittagessen, das alle Teilnehmer und Betreuer der Ferienaktion gemeinsam einnehmen werden. Auch gekocht wird im Verbund und mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Kochangebote sind auch im Normalbetrieb ausgesprochen beliebt. Die städtischen und die evangelische Einrichtung liegen zum Glück nicht weit auseinander, so dass nicht nur Absprache, sondern auch eine echte Kooperation möglich sind. So gab es am ersten Ferientag für alle dieselbe Einstimmung auf das Thema Müll und Recycling: Den Disney-Film "WALL.E - Der Letzte räumt die Erde auf".

Zu solchen Kooperationen sind die Ferienwochen ideal, findet Andrea Zöll, die Leiterin des 2006 neu bezogenen evangelischen Jugendhauses. Im Normalbetrieb sei es etwas schwieriger, weil jede Einrichtung an verschiedenen Wochentagen unterschiedliche Angebote mache. Außerdem sind die Besucher hier in der Regel unter zwölf Jahre alt, während die Jugendlichen das städtische Jugendhaus und den Bauspielplatz besuchen.

Quelle: RP
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