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Meerbuscher Kulturkreis
Ausflügler auf Reise durch den Kosmos

Meerbuscher Kulturkreis: Ausflügler auf Reise durch den Kosmos
Der Alltag im Ruhrgebiet im 19. und 20. Jahrhundert: Für die Teilnehmer einer Tagesfahrt des Meerbuscher Kulturkreises gab es im Museum viel zu entdecken. FOTO: MKK
Meerbusch. Es war eine Tagesfahrt voller Kontraste, die der Meerbuscher Kulturkreis (MKK) unlängst unternahm. Pünktlich um 10 Uhr starteten 41 Teilnehmer in Richtung Ruhrgebiet. Erste Anlaufstelle der Tour war das Industriemuseum des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) in Oberhausen.

Hier wurden die Besucher in die Entwicklung und den Alltag des 19. und 20. Jahrhunderts mit Millionen von Arbeitern und Tausenden Schloten und Maschinen geführt. Und hier erlebten die Meerbuscher Aufstieg, Blütezeit und Krise des Ruhrgebietes. Die Ausstellung "Schwerindustrie" in der ehemaligen Zinkfabrik Altenberg erzählt über die Männer und Frauen, die in der Eisen- und Stahlindustrie "malochten", über die Macht der Industriebarone und über eine Region, die sich in wenigen Jahrzehnten vom Ackerland in das größte Industriezentrum der Welt verwandelte.

Nach einem stärkenden Imbiss im Museumscafé, wo zwei emsige Damen mit Liebe viele Brötchenhälften belegt und Kuchen vorbereitet hatten, begaben sich die Teilnehmer auf eine Zeitreise in die 1950er Jahre und besuchten die Ausstellung "An Rhein, Ruhr und Sieg" des Künstlers Hans Paul Gestermann (1903-1989), die sich thematisch großartig in die Umgebung des LVR-Industriemuseums einfügte.

An dieser Stelle sollte das Geheimnis gelüftet werden, dass Hans Paul Gestermann der Vater von Ingrid Kuntze, der Organisatorin dieser Kulturfahrt, ist. Kuntze ist MKK-Gründungsmitglied sowie Vorstands- und Beiratsmitglied. Sie hatte auf Anfrage des Museums die Industrie-Aquarelle ihres Vaters zur Verfügung gestellt und war maßgeblich mit am Aufbau der Ausstellung beteiligt. Gestermann, ein Diplom-Volkswirt, lebte seine künstlerische Leidenschaft nebenberuflich aus.

Ingrid Kuntze diskutiert vor Museums-bildern mit zwei Teilnehmerinnen. FOTO: Nein

Auf seinen Geschäftsreisen an Rhein und Ruhr sammelte der Künstler Motive, die ihn interessierten und hielt sie im Aquarell fest - direkt in der freien Landschaft oder auch im Skizzenblock. Im Museum und auch in der Ausstellung hörte man hier und da Reaktionen der Teilnehmer wie zum Beispiel "großartig", "faszinierend", "unglaublich", "sehr sehenswert" oder "das war ein interessanter Tag".

Doch das sollte ja noch nicht alles sein. Die Meerbuscher verließen Oberhausen und hatten im Bus die willkommene Möglichkeit, sich ein wenig auszuruhen, um dann den letzten Programmpunkt des Tages noch zu genießen: Die Astronomie-Show "Faszinierendes Weltall" im Bochumer Zeiss Planetarium. Die Meerbuscher Besucher erlebten eine Planetarium-Show zu einer atemberaubenden Reise durch den Kosmos, die von der Erde bis zum Rand des beobachtbaren Universums führt. Fantastische Flüge und grandiose Bilder zeigen das Universum: Unsere Heimat, die Erde, erscheint wie eine Oase des Lebens auf dem samtschwarzen Hintergrund des Alls. Die Teilnehmer erleben die Geschwister der Erde, die Planeten, die mit der Erde zusammen ihre Bahn um die Sonne ziehen, die mächtigen Canyons des Mars', die Vulkanlandschaft des Jupitermonds, das Ringsystem des Saturn, das Reich der Sterne. Sie lernen die Nachbarsterne aus der Nähe kennen und werden Zeuge, wie die Sonne zum Stern unter Sternen wird und bald darauf in den Weiten der Milchstraße verschwindet. Erwähnt werden muss auch der exklusive Soundtrack. Er wurde komponiert und arrangiert von Tim Heinrich mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg.

Tief beeindruckt von allem traten die Meerbuscher gegen 17.30 Uhr die Heimreise an.

Quelle: RP
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