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Meerbusch
SPD-Fraktionschefin übt Kritik an Krefelder SPD-Ratsherrn

Meerbusch. Nicole Niederdellmann-Siemes reagiert auf eine Aussage des Krefelder Ratsherrn Jürgen Hengst.

Die Meerbuscher SPD reagiert kritisch auf ein Zitat des Krefelder SPD-Ratsherrn Jürgen Hengst, der in der Zustimmung des Meerbuscher Rats zur Weiterentwicklung des Interkommunalen Gewerbegebiets an der A 44 den Auftakt einer engeren Kooperation bei weiteren Interkommunalen Projekten sieht. Konkret ließ Hengst zwar unerwähnt, welche "Projekte" er damit meint, bekannt ist aber seit langem das Werben Krefelds für eine Anbindung des Hafens über Meerbuscher Gebiet.

Nicole Niederdellmann-Siemes, Fraktionschefin der Meerbuscher SPD, teilte nach Hengsts Mitteilung jetzt mit: "Es ist richtig, dass die SPD-Fraktion Meerbusch die Chance für eine interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Städten Meerbusch und Krefeld sieht. Hierzu werden in den Sommerferien erste Gespräche stattfinden. Es ist allerdings völlig unvorstellbar, dass es die Unterstützung der Meerbuscher SPD zu einer möglichen Hafenerweiterung oder einer Hafenanbindung auf Meerbuscher Gebiet geben wird. Das ist auch Jürgen Hengst bekannt." Die hauchdünne Mehrheit im Rat für das Gewerbegebiet zeige, dass viele Gespräche geführt werden müssten, um die Planung mit den berechtigten Schutzinteressen der Anwohner in Einklang zu bringen.

Es ist schon der zweite Konflikt der Meerbuscher SPD mit Sozialdemokraten in Nachbarstädten - zuvor hatte Niederdellmann-Siemes im Streit um den Konverter bereits Kritik an den SPD-Bürgermeistern von Grevenbroich, Dormagen und Rommerskirchen geübt.

(sep)
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