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Meerbusch
Treudeutsch patzt beim Vorletzten

Meerbusch. Die Lanker Handballer unterliegen Mülheim stark ersatzgeschwächt mit 25:30. Die Damen kamen gestern Abend zu einem 36:30-Sieg gegen Solingen-Gräfrath

"Mehr ist derzeit einfach nicht drin", sagte ein enttäuschter Hubert Krouß unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Der Trainer des TuS Treudeutsch Lank musste miterleben, wie seine Handballer mit 25:30 (13:13) beim Tabellenvorletzten HSG Mülheim unterlagen. Im Rennen um den Aufstieg in die Oberliga bedeutet die zweite Niederlage in Folge einen herben Rückschlag: Die Lanker fielen vom dritten auf den vierten Platz zurück.

Krouß konnte in Mülheim nur eine Rumpfsieben aufbieten, weil ihm fast die Hälfte seines Kaders ausfiel, eine ganze Reihe wichtiger Akteure fehlten. Andreas Mailänder, Jens Todenhoefer und Jan Verholen waren aus beruflichen Gründen verhindert, Spielmacher Tim von Boesekom (Wadenmuskel), Abwehrchef Frederic Rothe (Schulter) und Torwart Toni Leygraf (Daumen) sind verletzt. So hielt sich sogar Co-Trainer Sebastian Platen für den Notfall bereit. Auch der verletzte van Boesekom nahm auf der Bank Platz, musste aber nicht spielen und ein Aufbrechen der Verletzung riskieren. Und es kam noch schlimmer: Nach zehn Minuten verletzte sich auch noch Mohamed Al-Bonie an der Hand und konnte nicht mehr mitspielen. "Wir hoffen, dass er sich nichts gebrochen hat", sagte Krouß. Der Coach hatte nach den vielen Absagen schon weit vor der Partie böse Ahnungen. "Ich wusste, dass es hier heute sehr schwer werden würde", sagte er. Und seine Befürchtungen bewahrheiteten sich. Seine Mannschaft konnte nur 30 Minuten lang mithalten und machte im zweiten Durchgang zu viele Fehler, um Chancen auf ein Remis zu haben. Sie war in allen Belangen unterlegen. Und so war die Niederlage völlig verdient.

"In der ersten Halbzeit haben wir es noch einigermaßen gut gemacht", sagte Lanks Trainer. Da führte seine Mannschaft zwischenzeitlich mit 9:7 und kurz vor der Pause auch noch mit 12:10. Mit Wiederbeginn drehte der Gastgeber den Spieß aber um, erhöhte früh auf 18:15 und hielt bis zur Schlusssirene einen Vorsprung von immer mindestens zwei Treffern.

Lank offenbarte viele Schwächen. Es kassierte einfache Gegentore und war nicht in der Lage, in Überzahl Tore zu erzielen. Im Gegenteil: Der TuS kassierte sogar noch Gegentore. "Das Überzahlspiel war einfach katastrophal", sagte der Coach. "Aber wir haben einfach keine Möglichkeit das zu üben, weil derzeit auch im Training viele Spieler fehlen." TDL: Sebastian Gronwald - Daniel Holler 1, Henrik Giesler, Phillip Menkenhagen 11, Tobias Düllberg 1, Stefan Leuchten 4, Tim van Bösekom, Mohamed Al-Bonie 1, Denal Forcakovic 4, Eric Reiners 3.

Die Handballerinnen des TuS kamen gestern Abend in der Oberliga zu einem 36:30 (15:16)-Sieg gegen HSV Solingen-Gräfrath und bleiben dem Spitzenreiter mit zwei Punkten Rückstand dicht auf den Fersen. Nach schwachem Beginn steigerten sich die Lankerinnen, zeigten im zweiten Durchgang ihr wahres Gesicht und kamen zu einem am Ende ungefährdeten Erfolg. Herausragend agierten Madleine Hoffmann als Spielgestalterin und Marlen Klaudius in der Abwehrzentrale.

(jan)
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