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Kreis Mettmann
Karneval feiern ohne Reue

Kreis Mettmann. Sie gilt vielen als schönste Jahreszeit und Freibrief, mal richtig feste zu feiern. Für viele gehört der Genuss von Alkohol zur Partystimmung im Karneval unbedingt dazu. Von Valeska von Dolega

"Wir sind alles keine Asketen", sagt Dr. Andreas Brauksiepe dazu, Chefarzt Innere Medizin und Gastroenterologie im Evangelischen Krankenhaus (EVK). Aber er warnt vor den mitunter üblen Auswirkungen dieses schnell verharmlosten Gifts. In drei Stufen unterteilt er den jeweiligen Grad der Trunkenheit. Bis etwa 1,5 Promille würde man redselig, aber auch allmählich etwas wackelig. Ab Stufe 2 ist bereits Schlaf die beste Medizin und anschließend folgt nur noch der Rote Bereich, so etwas wie eine Narkotisierung. "Im schlimmsten Fall mit Kreislaufversagen und Atemstillstand", warnt der Arzt ausdrücklich. Denn dann, sagt er salopp, "ist der Ofen aus".

Als Faustformel gilt, dass ein Mensch mit 60 Kilo Körpergewicht unbedingt und ausdrücklich unter 100 Gramm Alkohol bleiben sollte. Das entspricht etwa fünf Flaschen Bier. Auch wer ausufernd feiert, soll unbedingt bei einer Getränkesorte bleiben. Vor Schnäpsen warnt der Arzt ausdrücklich, anstelle derlei "Klares" zu sich zu nehmen, sei das Mineralwasser als "Durchspüler" empfehlenswert.

Sich den Magen mit eher fettigen Leckerein vom Reibekuchen bis zum Nougatstück vollzuschlagen, ist kein Fehler - aber auch kein Freibrief für das Saufen. Wer zu viel Alkohol trinkt, läuft Gefahr, eine akute Alkoholvergiftung zu erleiden. Jenseits dessen warnt er vor Stürzen. "Wer angetrunken oder betrunken ist, kann Stürze schlecht oder gar nicht abfangen, entsprechende Reflexe sind lahmgelegt." Die Folge: Rippen- und Armbrüche.

Vergleichsweise harmlos ist der anschließende Kater als Erinnerung an eine schöne Feier. "Er ist eine Nachwehe der Alkoholvergiftung." Wirksamstes Mittel, ihn zu vertreiben, ist die "Wassertherapie". Den Körper mit möglichst viel Mineralwasser zu erfrischen hilft, den durch den Alkoholmissbrauch erlittenen Flüssigkeitsverlust zu kompensieren. Die Bewegung an der frischen Luft ist auch kein Fehler.

Quelle: RP
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