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Reitsport
Gutes Nervenkostüm beschert Traumnoten

Mettmann. Fee Rommerskirchen und ihre Crew organisierten in diesem Jahr wieder ein Dressur- und Springturnier für Nicht-Profis. Von Bettina Salerno

Reiter aus den gesamten Kreis konnten sich am vergangenen Wochenende auf der Reitsportanlage Rommerskirchen wieder in etlichen Prüfungen messen. Nach einiger Zeit der Turnierabstinenz lud die Reitschule am Dorper Weg zum Sommerturnier 2017 und unter der Federführung des Reitvereins VfR am Lindchen konnten so an zwei Tagen 18 Prüfungen vom Rommerskirchen-Team gestemmt werden. Vom Reiterwettbewerb bis hin zu Dressur- und Springprüfungen der Klasse L konnte sich die Amateurliga des Kreises ganz unter sich messen. Die Gastgeberin Fee Rommerskirchen hatte alles im Griff - ganz besonders den reibungslosen Ablauf des Sommerturniers und hin und wieder auch das Mikrofon, um die Reiter in den einzelnen Prüfungen auf eine ganz spezielle Art und Weise vorzustellen.

"Ich finde es wichtig, dass sie persönlich angesprochen und besonders begrüßt werden, bevor sie mit ihrer Vorstellung beginnen können. Das Gleiche gilt auch für die Erwähnung der Sponsoren und dass sie nun um den Ehrenpreis des Sponsors kämpfen werden", sagt Fee Rommerskirchen überzeugend und irgendwie sehr einleuchtend. Schließlich kann ein Turnier weder ohne Reiter und Starter, noch ohne Sponsoren überhaupt stattfinden. Und natürlich auch nicht ohne die vielen helfenden Hände des Veranstalters. Davon hatte die Reitschule Fee Rommerskirchen jede Menge, die im schicken Bleu als Einheitsdress der Reitschule überall parat standen und halfen.

Vom hübsch dekorierten Schleifenpony angefangen bis zum Ablauf jeder einzelnen Prüfung, nichts wurde dem Zufall überlassen und war bestens organisiert. Die eher solide gestaltete Reithalle, in der die Dressurprüfungen liefen, entpuppte sich allerdings, aus welchen Gründen auch immer, für einige Pferde als eine Mutprobe und für ihre Piloten ebenso. Ob es an der Absperrung lag, der Spiegelfläche an der kurzen Seite oder der Tatsache, dass die Pferde nicht so ganz gerne von den anderen am Nachbarreitplatz nebenan getrennt durch die Prüfung laufen wollten: Man weiß es nicht, und was Pferde manchmal denken, sehen oder auch meinen zu sehen, erst recht nicht. Reiter und Pferde mit gutem Nervenkostüm hatten hier jedenfalls gute Chancen und wurden für gute Ritte auch mit hohen Noten belohnt.

Die erste Höchstnote in der L*Dressur am Samstag heimste Jennifer Dylla vom RFV Velbert Heiligenhaus auf Soli Red Pepper ein. Mit einer 7,4 wurde ihr Siegesritt belohnt, dicht gefolgt von Elina Wenzel vom RV Flandersbach und Lassandro mit einer 7,2 auf Platz zwei. Alexandra Janssen ritt ebenfalls für den RFV Velbert Heiligenhaus und landete mit ihrem "Blondie" Take it Easy und einer 7,1 auf dem dritten Platz.

In der Reithalle ging es weiter mit einem Dressurreiter-Wettbewerb. Den Sieg konnte sich Mia Allegra Lohe vom RC Berghof auf Dutchman's Lord mit der Traumnote 8,0 in die Tasche stecken. Unter den Platzierten in dieser Prüfung, die für die ganz jungen Nachwuchstalente im Sattel ausgeschrieben wurde, waren gleich vier Starter aus dem Hause Rommerskirchen und zwei Pferde, die auch im Besitz von Fee Rommerskirchen sind. Lisa Schuh mit Cinzano Asti, Maya Becker mit Diddlina, Lara Marie Siegfried mit La Bacco und Lena Büllesbach mit Fortune Cookie. Etliche Pferde und Ponys aus der Reitschule Rommerskirchen konnte man in den Starterlisten sehen. "Unser Augenmerk liegt nun mal auf der Kinder- und Jugendarbeit im Reitsport, und da gehören Turnierstarts mit unseren Pferden dazu", sagte die Gastgeberin und war auch schon wieder mit Block und Stift unterwegs zum Springplatz.

Dort liefen parallel zu den Dressurprüfungen die Springprüfungen. In der Springpferdeprüfung der Klasse A setzte sich Julia Nadine Keßler, für den Förderkreis Grand Prix Düsseldorf reitend, mit der fünfjährigen Westfalenstute Lyjanet von Lyjanero/Polytraum und einer 8,0 an die Spitze. Die Tageshöchstnote erhielt Luisa Collmann mit Peggy Sue im Springreiter-Wettbewerb und mit einer 9,0 im Springen und einer 7,2 in der Dressur siegte sie auch noch in der kombinierten Prüfung mit der Gesamtsumme 16,2. Kleine Meister heimsen auch schon einmal große Wertnoten ein, denn diese Wertnote wird nur äußerst selten vergeben und kratzt schon sehr nah am Ideal (10,0), dem "sehr gut" als Schulnote.

Zurück zum Dressurviereck. Hier siegte in der ersten Abteilung der A*-Dressur Melissa Ghadir auf Liant mit 8,0 und in der zweiten Abteilung mit der Wertnote 7,8 Lynn Suckow auf Helena BK. Melissa und Liant konnten dann auch gleich die zweite Goldschleife mit nach Hause nehmen, die gab es für den Sieg in der kombinierten Prüfung Klasse A*.

Der Sonntag sah ähnlich aus. Strahlender Sonnenschein und gut gelaunte Starter, Helfer, Opas, Omas, Verwandte und Bekannte. Denn sie mussten schließlich ihre Schützlinge im Sattel unterstützen. Bei den abschließenden Höhepunkten des Tages - dem Punktespringen der Klasse L, einem Stilspringen der Klasse L und einer Dressur der Klasse L* - siegten zum einen Christiane Hofmann mit Colonia H für den RFV Rheingemeinde Monheim startend, Jan Nikolas Angenendt (RFV Niermannshof) mit Calanda und der Wertnote 7,7 sowie Stefanie Haase vom RSG Burgdorf mit Belinda und der Wertnote 7,2.

Quelle: RP
 
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