| 00.00 Uhr

Mettmann
Steinzeitmenschen auf der Spur

Mettmann: Steinzeitmenschen auf der Spur
Philipp Banken zeigt den Kindern verschiedene Waffen in der Steinzeitwerkstatt. Darunter befinden sich Lanzen und Speere. FOTO: Achim Blazy
Mettmann. Kinder erleben eine spannende Einführung in die Welt der Neandertaler. Von Hanna Eisenbart

Auf außerordentliches Interesse stieß das Angebot eines Steinzeittages für Familien, welches das Neanderthal Museum im Programm hatte. Der Museums-Pädagoge Philipp Banken, auf die Führungen von Schulklassen spezialisiert, stellte sich der Herausforderung, die 25 Kinder zwischen sechs und 12 Jahren mit dem Leben der Steinzeitmenschen vertraut zu machen. Zunächst führte er die Gruppe durch die Dauerausstellung des Museums, zeigte den Kindern den Lagerplatz der Neandertaler Familie, ließ sie fragen, was die Menschen wohl damals gegessen haben. Er erklärte, dass die Menschen sich von der Jagd und vom Sammeln von Früchten und Pflanzen ernährten. Aber zum Jagen brauchten die Menschen Waffen und im Laufe der Zeit entwickelten die Steinzeitmenschen immer bessere Fertigkeiten, Speere, Pfeil und Bogen und Lanzen herzustellen.

Nachdem der Rundgang durch das Museum beendet war, wanderte die Gruppe in die Steinzeit-Werkstatt, die ganz idyllisch am Ufer der Düssel im Neandertal liegt.

Erstaunlich, woher die Kinder kamen: Die 10-jährige Vicky war aus Potsdam angereist und war ganz fasziniert von der Ausstellung, hatte sie doch von der Menschheitsgeschichte bereits in der Schule gelernt. Staunend stand die Schar vor der Ausstellung von Tieren der Eiszeit. Der Polarfuchs z.B. fiel durch sein weiches, weißes Fell auf. Dass das Weiß eine Schutzfunktion erfüllte, wussten viele der Kinder. Aber, dass der Polarfuchs bei bis zu 80° Minus überleben konnte, erstaunte alle. Warum hat der Schneehase so lange Hinterbeine? - damit hat er eine größere Oberfläche und bricht nicht so schnell in den Schnee ein und kann dadurch schneller laufen, - denn Feinde lauern überall. Mit einer Lanze konnten die Steinzeitmenschen auch größere Tiere erlegen: mit Hilfe eines Feuers, vor dem Tiere sich fürchten, wurden diese in eine Schlucht getrieben und dann getötet. Eine solche Waffe, die ca. 4500 Jahre alt ist und bei Heidelberg gefunden worden war, konnte der Museumspädagoge den Kindern zeigen. Am Schießstand taten sich vor allem die Jungen hervor und probierten, den Widder auf der bereit gestellten Tafel zu treffen. Da durfte noch ein wenig geübt werden, denn so einfach war der Umgang mit Speer und Speerschleuder dann doch nicht.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: Steinzeitmenschen auf der Spur


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.