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Mönchengladbach
Breakdance und Zipfelmützentanz im Step

Mönchengladbach. Zum Fest im Kinder- und Jugendzentrum gestalteten Jugendliche ein buntes Bühnenprogramm. Von Angela Wilms-Adrians

An den jungen Fotografinnen beim Eingang kam keiner unbemerkt vorbei. Wer bereit war, für ein Foto mit der Sofortbildkamera Modell zu stehen, erhielt selbst gemachte Seife, die nett eingepackt war. So waren die Gäste bereits beschenkt, noch ehe sie richtig angekommen waren zur Weihnachtsfeier im Kinder- und Jugendzentrum an der Stepgesstraße. Drinnen herrschte ein quirliges Gewusel, wie es ein bunter Generationenmix von etwa 200 Gästen mit sich bringt. "Das ist der bunteste Tag des Jahres, ein Dank an die Jugendlichen und an die Unterstützer der Einrichtung. Essen und Trinken sind für alle frei. Für das Bühnenprogramm haben die Kinder und Jugendlichen mächtig geübt", sagte Gabriele Gleitzmann vom Team des Jukomm.

Die Jugendkooperation ist eine Initiative von Stadt, evangelischer Christusgemeinde und der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus. Michael Klein, im Alltag eher auf Jeans eingestellt, hatte eigens zum Anlass eine Krawatte mit schrägem Weihnachtsmotiv zum dunklen Anzug gewählt. "Heute sind alle eingeladen, mit denen wir vernetzt sind, auch Polizei, Jobcenter und Drogenberatung - nicht etwa, weil wir Unruhe erwarten, sondern einfach zum gemeinsamen Feiern", sagte er in froher Erwartung eines umfangreichen Programms.

Details waren vorab kaum durchgedrungen, da Kinder und Jugendliche sich auf größtmögliche Geheimhaltung geeinigt hatten. Einrichtungsleiterin Simone Houben, die mit Rentierschlitten-Motiv ebenfalls kleidermäßig auf das Fest eingestellt war, moderierte den Abend. Den Auftakt gestaltete die Kinder-Tanzgruppe, die unterstützt von Dorothea Lenzen eine peppige Choreographie einstudiert hatte. Ein jedes Kind trug Zipfelmütze, die in Kombination mit dunkler Sonnenbrille ein cooles Outfit ergab. Grandios war der Auftritt der jungen Breakdancer und der von ihnen angeleiteten Kinder, die an einem Kulturrucksack-Projekt teilgenommen hatten. Für athletische und akrobatische Einsätze, fantastische Drehungen und Sprünge gab es jubelnden Beifall.

Nach diesem Energieverbrauch wurde das Büffet eröffnet, bevor weitere Tanz- und Gesangsdarbietungen folgten. Ein Film dokumentierte in Sequenzen Ereignisse sowie Jugendfreizeiten und damit "eine ganz normale Jukomm-Woche". "Allein für den Breakdance hat es sich schon gelohnt zu kommen. Es braucht Mut, um vor anderen aufzutreten. Das zeigt, dass es hier gelungen ist, den Kindern und Teenies Selbstvertrauen und Respekt zu geben", sagte Dörte Schall. Die Sozialdezernentin freute sich, dass der Abend zugleich ein Stelldichein der Menschen war, die mit Kinder- und Jugendarbeit befasst sind. Gekommen waren auch viele, die längst nicht mehr im Dienst sind und so jenseits beruflicher Verpflichtungen ihre Wertschätzung für den Einsatz der jungen Leute zeigten.

Quelle: RP
 
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