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Mönchengladbach
Bunte Küche gegen den Winter-Blues

Mönchengladbach: Bunte Küche gegen den Winter-Blues
Stefanie Wolgast und Frank Seeger-Hupperten freuen sich auf den besonderen Sonntag im Lakum. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Das Katholische Hochschulzentrum Lakum verwandelt sich am Sonntag für einen Tag in ein Restaurant. Besucher dürfen sich auf besondere, fleischlose Gerichte freuen. Grund dafür ist der weltweit stattfindende "Restaurant Day". Von Sebastian Eussem

Das närrische Treiben ist längst vorbei und dem tristen Alltag gewichen. Ungemütliche Temperaturen, nasskaltes Wetter und düstere Tage spiegeln sich in dieser Jahreszeit nicht selten in der Gemütslage der Mönchengladbacher wider. Die Hochschule Niederrhein und das Katholische Hochschulzentrum Lakum haben am Sonntag, 21. Februar, im wahrsten Sinne die richtigen Rezepte als Gegenmittel: Unter dem Motto "Jetzt wird's bunt und himmlisch lecker!" verwandelt sich das Lakum nämlich in ein sogenanntes Pop-up-Restaurant.

Das heißt, dass ungewöhnliche Orte für einen einzigen Tag zu besonderen Gaststätten und dort selbst gekochte Speisen angeboten werden. Die Idee kommt ursprünglich aus Finnland und existiert seit 2011. Anlässlich des weltweiten "Restaurant Day" gibt es zu jeder Jahreszeit vier Aktionstage, bei denen das heimische Wohnzimmer, die eigene Garage oder andere ausgefallene Orte zur kulinarischen Oase werden. Der Fantasie der Teilnehmer sind dabei keine Grenzen gesetzt. Seit Beginn der Aktion haben sich in 73 Ländern über 23.000 "Ein-Tages-Restaurants" beteiligt. Erstmals nun ist in diesem Jahr auch eine Lokalität aus Mönchengladbach mit von der Partie.

FOTO: Raupold, Isabella (ikr)

Denn Stefanie Wolgast (30), wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Hochschule Niederrhein, fand Gefallen an der skandinavischen Idee und brachte sie an den Niederrhein. "Es ist eine sehr schöne Aktion, die wir jetzt einfach mal hier ausprobieren. Dafür ist jetzt die richtige Zeit. Sie richtet sich an Menschen, die gerne und mit Gästen kochen." Mit dem Lakum auf der Richard-Wagner-Straße wurden schnell die passenden Räumlichkeiten gefunden: "Hier ist die Infrastruktur gegeben, dazu hat sich unser Zentrum als Ort bewiesen, bei dem die Studenten lernen, Zeit gestalten und Leute treffen. Es eignet sich sehr gut", sagt der Leiter des Hochschulzentrums Frank Seeger-Hupperten (47).

Vor dem ganz besonderen Sonntag laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Studierende aus allen Fachrichtungen kümmern sich um den Einkauf, die Zubereitung der Speisen und um die Dekoration. Die Veranstalter rechnen aktuell mit 50 Gästen, die die Aktion mit einer beliebig hohen Spende unterstützen können. Die Erlöse gehen an das Bruno-Lelieveld-Haus. Die Einrichtung an der Erzbergerstraße ist eine Anlaufstelle für Obdachlose in Mönchengladbach.

Die Speisekarte hält nach dem Leitspruch "Jetzt wird's bunt und himmlisch lecker!" so manche interessante kulinarische Erfahrung bereit. Ob einen "Rosa Burger" als Hauptspeise, einen "Schwarzen Salat" oder "Gelbe Wärme" als Vorspeise oder ein kleiner "Zebrakuchen" zum Nachtisch - die bunte Vielfalt auf den Tellern soll auch die düstersten Lebensgeister verjagen. Farblich ansprechend, gesund und ohne viel Fett soll es sein.

Die Speisen sind ausschließlich vegetarisch oder vegan. "Dies ist aber kein politisches Statement gegen die Fleisch-Industrie", versichert Frank Seeger-Hupperten. Viel mehr gehe es darum, die Kosten beim Einkauf im Auge zu behalten. "Wenn man ein Restaurant aufmacht, will man seinen Gästen schließlich ja nicht das billigste Fleisch vom Discounter anbieten", sagt er.

Von 16 bis 20 Uhr ist der Raum "Amitié", der normalerweise zum Lernen und Entspannen genutzt wird, am Sonntag für die Gäste geöffnet. Reservierungen können im Voraus leider nicht entgegengenommen werden.

Quelle: RP
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