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Mönchengladbach
Das Tischlerhandwerk überrascht die Besucher

Mönchengladbach. Von außen mutet die Schreinerei Zimmermanns in Hardt so an wie die Werkstatt von Meister Eder. Der Hof ist klein und hat ein gemütliches Ambiente. Was hinter den Mauern passiert, das weiß aber nicht jeder. Nur die Kunden der Schreinerei kennen die Räume. Beim Tag des Tischlers konnte nun jeder einen Blick hinter die Kulissen werfen. Der Andrang war sehr groß, und schnell wurde jedem klar: Was hinter den Mauern der Werkstatt passiert, hat mit Meister Eder nur noch wenig zu tun. Von Christian Lingen

In der Werkstatt stehen große Maschinen, die den ungelernten Blicken der Besucher imponieren. Dazu gehört auch ein Gerät, das alles automatisch macht. "Man muss am Computer nur einprogrammieren, was das Gerät machen soll. Danach geht alles von alleine. Sensoren arbeiten extrem genau", beschreibt Zimmermanns die Maschine. Aus dutzenden Werkzeugen sucht das Gerät immer das passende aus. Beim Tag des Tischlers an diesem Wochenende sahen die Besucher auch, dass ein Tischler mehr macht, als es der Name vermuten lässt. "Wir machen zum Beispiel Betten, die kein einziges Teil aus Metall haben. Dazu arbeiten wir mit einem Partner aus Österreich zusammen", erzählt Jürgen Zimmermanns. Ein Infostand zeigt, was bei Fenstern inzwischen alles möglich ist, um sich gegen Einbrüche zu schützen.

In der Werkstatt erlebten die Besucher, wie Holzbuchstaben per Laser aus dünnen Platten geschnitten werden. Auch feinste Drechselarbeiten konnten die Besucher bestaunen. "Wir können alles individuell anfertigen. Heute ist vieles möglich", sagte Jürgen Zimmermanns. Was genau er damit meint, zeigte er in einer Fotoausstellung. Dort präsentierte er Produkte, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Von aufwendigem Lichtdesign in Möbeln über klassische Küchen bis hin zu Designerstücken. Und die kleinen Besucher konnten im Holzlager des Unternehmens Lenkdrachen bauen.

Quelle: RP
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