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Mönchengladbach
Einbruchsradar der Polizei ist online

So schrecken Sie Urlaubs-Einbrecher ab
So schrecken Sie Urlaubs-Einbrecher ab FOTO: gms
Mönchengladbach. 2015 war ein Jahr der Einbrecher: Die Polizei registrierte 955 Fälle von Wohnungseinbrüchen in der Stadt. Im Vergleich zu 2014 war das ein Anstieg um 39,8 Prozent. Eine Karte zeigt nun wöchentlich, wo Einbrecher aktiv gewesen sind.

Damit erreichte die Fallzahl wieder das Rekordniveau von 2012, als 971 Fälle gezählt wurden. Nun startet die Polizei einen neuen Einbruchsradar für Mönchengladbach. Ab heute Mittag können interessierte Bürger auf der Internetseite des Polizeipräsidiums eine Stadtkarte anschauen, auf der die Wohnungseinbrüche aus der vorherigen Woche verzeichnet sind. Damit lässt sich leicht überblicken, in welchen Viertel Einbrecherbanden zuletzt besonders aktiv waren. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wurde auf Straßen und Hausnummern verzichtet. Die Karte wird wöchentlich, immer montags mittags, aktualisiert.

Mit dem Einbruchsradar sollen die Mönchengladbacher Bürger zusätzlich zu den aktuellen Pressemeldungen sensibilisiert werden, ihre Häuser und Wohnungen gegen Einbrecher zu schützen, ihr Wohnumfeld genauer zu beobachten und, sollten sie etwas Verdächtiges bemerken, ohne Scheu unverzüglich die Polizei über den Notruf 110 zu informieren. Außerdem erhofft sich die Polizei durch die Veröffentlichung des Einbruchsradars mehr Hinweise aus der Bevölkerung zu den bereits begangenen Einbrüchen, da vielleicht bei dem ein- oder andern Erinnerungen geweckt werden, die mit einem der Einbrüche in Verbindung stehen könnten.

Eine Stadtkarte mit Stecknadeln zeigt Tatorte von Einbrüchen. FOTO: Polizei Mönchengladbach

"Wir wissen: Ein Einbruch ist ein Anschlag auf die Intimsphäre. Da geht es nicht nur um den Verlust von Gegenständen mit Erinnerungswert, die nie mehr ersetzt werden können", sagte Polizeipräsident Mathis Wiesselmann zuletzt bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik. Die Polizei sei regelmäßig auf Streife in allen Stadtgebieten. "Wir nehmen alle verdächtige Feststellungen auf und gehen dem nach. Notierte Kennzeichen kommen beispielsweise in die Datenbank", sagte Wiesselmann. Aber die Ermittler seien eben auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

(angr/gap)
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