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Mönchengladbach
Ferdinand Schmitz jetzt Amtstierarzt bei der Stadt

Mönchengladbach. Radioaktivität im Mineralwasser, Salmonellen im Speiseeis, Gammelfleisch im Burger, Antibiotika im Hühnchen, Geflügel- und Schweinepest auf dem Bauernhof, gefährliche Weichmacher in Spielzeugen: In der öffentlichen Wahrnehmung treten die städtischen Lebensmittelkontrolleure und Tierärzte immer dann auf den Plan, wenn tatsächliche oder vermeintliche Skandale und Gefahren die Schlagzeilen beherrschen. "Dabei spielen sich 99 Prozent unserer Arbeit abseits von Affären ab und dienen vor allem der Vorbeugung", sagt Dr. Ferdinand Schmitz.

Der langjährige stellvertretende Leiter des Fachbereichs Verbraucherschutz und Tiergesundheit ist jetzt zum Amtstierarzt und Leiter des Fachbereichs bestellt worden. Schmitz tritt die Nachfolge von Dr. Karl Heinrich Becker an, der Mitte 2015 aus dem Dienst ausschied und im Januar 2016 plötzlich und unerwartet verstarb. Schmitz (54), verheiratet und Vater dreier erwachsener Kinder, ist in Erkelenz geboren und hat Veterinärmedizin in Berlin studiert. Erste Erfahrungen als Tierarzt bei der Stadt Mönchengladbach sammelte er von 1987 bis 1989. Nach seiner Promotion und dem Veterinärreferendariat trat Schmitz 1992 als beamteter Tierarzt in den Dienst der Stadt ein.

Aufgabe des Fachbereichs Verbraucherschutz und Tiergesundheit ist es unter anderem, die Bürger vor Gesundheitsschäden, Irreführung und Übervorteilung zu schützen. Regelmäßige unangemeldete Betriebskontrollen sollen dafür sorgen, dass die Vorschriften des Lebensmittelrechts von den Gewerbebetrieben eingehalten werden. Dabei wird nicht nur die allgemeine Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln, sondern auch die korrekte Kennzeichnung der Waren geprüft. Bei den Kontrollen wird das weite Spektrum vom Kiosk bis zur europaweit handelnden Fleischfabrik abgedeckt. Immerhin existieren rund 2700 Lebensmittelbetriebe in Mönchengladbach. Darüber hinaus reagiert der Fachbereich auf Verbraucherbeschwerden, Hinweise aus Medienberichten oder von anderen Behörden. Eine weitere Aufgabe des 17-köpfigen Teams ist die Sorge um die Gesundheit und den Schutz von Tieren in der Landwirtschaft, aber auch in Gewerbebetrieben oder bei Hobbyhaltern.

(angr)
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