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Mönchengladbach
Im Nordpark ist großflächig gerodet worden

Mönchengladbach. Bäume und Sträucher wurden zurückgeschnitten oder entfernt - zum Leidwesen mancher Anlieger. Von Jan Schnettler

So wie Hans Vehling wird es in den letzten Tagen einigen Spaziergängern gegangen sein. "Das Gelände war Lebensraum vieler Vogelarten, Kleintiere und Rehwild", sagt der RP-Leser über das ehemalige kleine Wäldchen im Bereich Wolfsittard / Borussia-Park / Parkplatz P 2 / Wanderweg zwischen Dorthausen und Hehn. Nun sei der "Naturraum" allerdings abgeholzt und somit völlig zerstört worden. Und auch an anderen Ecken und Enden im Nordpark ist massiv gerodet und zurückgeschnitten worden, etwa im Bereich Liverpooler Allee.

Das habe allerdings alles seine Berechtigung, sagt die Stadt. Das Areal an der Liverpooler Allee etwa sei im Zuge der nun begonnenen besseren Vermarktung der Fläche durch die EWMG gerodet worden. "Dadurch ergibt sich eine bessere Darstellung der Gesamtfläche für potenzielle Interessenten", sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen. Die Fläche steht im Zusammenhang mit dem Business-Park II. Dieser umfasst den Bereich der "neuen" Straßen wie Enscheder, Belgrader und Madrider. An Letzterer hat sich beispielsweise bereits Santander mit einem Neubau angesiedelt. Und auch dem Umweltaspekt sei Genüge getan worden. "Die EWMG hat im Vorfeld der Baumfällungen umfangreiche und sorgfältige Begehungen gemeinsam mit dem Fachbereich Umwelt durchgeführt und dabei festgelegt, dass zunächst noch einige Bäume stehenbleiben sollten, die als mögliche Nist- und Brutstätten für Tiere in Frage kommen könnten", so Speen weiter. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz sind die Rodungen und Rückschnitte ebenfalls korrekt terminiert - ab dem 1. März und dann bis 30. September sind Schnittmaßnahmen für Hecken, Sträucher und Bäume dann nämlich nicht mehr erlaubt. Hintergrund sind dabei Überlegungen zum Vogelschutz aufgrund von Nist- und Brutzeiten.

Auch die Rodung des Wäldchens am Parkplatz 2 des Borussia-Parks habe den Hintergrund gehabt, das Entree zum Nordpark attraktiver zu gestalten und somit nicht zuletzt für potenzielle Investoren ansehnlicher zu gestalten. Bei den gefällten Bäumen habe es sich ohnehin um Wildwuchs und Gestrüpp gehandelt, das im Laufe der Jahre dort wild gewachsen ist, so der Stadtsprecher weiter.

Quelle: RP
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