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Mönchengladbach
In der Gladbacher Altstadt geht ein Lichterfest auf

In der Mönchengladbacher Altstadt geht 2017 ein Lichterfest auf
Lichterfest im Freien und in der Kulturküche - bei eisigen Temperaturen blieben die meisten Gäste lieber drinnen in der Wärme. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. "Raus ins Wohnzimmer, rein ins Vergnügen" - so lautete das Motto des zweiten Lichterfestes in der Altstadt. Seit nunmehr einem Jahr tauchen die alten Lampenschirme die untere Waldhausener Straße in gemütliches warm-gelbes Licht und trotzen auch an diesem Freitagabend dem kalten Schneeregenwetter. Und das wird gebührend gefeiert. Trotz eisiger Temperaturen werden draußen an der Feuerschale zahlreiche Pläuschchen gehalten und wem es dann doch zu kalt ist, der kann sich in der Kulturküche mit warmem Früchtepunsch und Suppe aufwärmen. Hier drängen sich mehr als hundert Menschen und lassen es sich mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten und Musik von Singer-Songwriter Max Kons-tanty gut gehen. Den restlichen Abend sorgt die vom Blauen Haus organisierte Jam Session für gute Stimmung. Von Sophia Firgau

Auch wenn die Mitmachaktionen des Vereins Kulturkram aufgrund des Wetters ausfallen mussten, zeigten sich die Veranstalter erfreut über die vielen Gäste und vor allem über die positive Resonanz, die die Lampenschirme in diesem Jahr hervorgerufen haben. "Viele Menschen entdecken die Lampen für sich, bleiben stehen, machen Fotos", sagte Kulturküchenleiterin Hannah von Dahlen. Diese teilten sie zum Beispiel in der Online-Fotogalerie "MG anders sehen", die die Mönchengladbacher seit 2011 dazu aufruft, ihre Umgebung bewusster wahrzunehmen und (fotografisch) neue Perspektiven einzunehmen. Besonders begeistert würden sich auch die vielen internationalen Gastmusiker zeigen, die regelmäßig im Rahmen der "Küchenkonzerte" in der Kulturküche auftreten: "Die Lampen gehen um die Welt", sagte von Dahlen.

Auch nach einem Jahr im Freien sehen die Schirme noch erstaunlich gut aus, auch wenn einige bereits ihr inneres Gerippe entblößen und zeigen, dass auch Spinnen hier ihr neues Zuhause gefunden haben. Bis einige der Lampen im Frühjahr ausgetauscht werden sollen, verströmen die im Wind flatternden Stofffetzen und Spinnennetze aber ihren ganz eigenen ästhetischen Charme.

Initiiert wurde die ungewöhnliche Straßenbeleuchtung von der Kulturküche, der Initiative Altstadt und dem Verein Kulturkram und mit Mitteln aus dem städtischen Topf für Wohnumfeldverbesserung verwirklicht. Das Besondere: Die Idee ist aus dem Quartier fürs Quartier entstanden und dank zahlreicher engagierter Menschen keine fixe Idee geblieben. Dass das Projekt die Vernetzung der verschiedenen Akteure in der Altstadt erfolgreich vorantreibt, zeigt nicht zuletzt das Lichterfest: Neben den ursprünglichen Initiatoren sind mittlerweile auch das Blaue Haus, die Vinyl-Garage, Soanhs Garküche, das vegane Restaurant Alge und der Club der Wirte mit von der Partie. Beste Voraussetzungen also für die Pläne 2018: Dann wollen sie Macher nämlich die Festbeleuchtung auf die komplette Waldhausener Straße ausweiten.

Quelle: RP
 
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