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Mönchengladbach
Kinder backen Plätzchen in der Weihnachtsstube

Mönchengladbach: Kinder backen Plätzchen in der Weihnachtsstube
Der ein oder andere muss noch in seine Kochmütze reinwachsen - dafür waren die Kekse umso kreativer, die die Kinder formten und dekorierten. FOTO: raupold
Mönchengladbach. Elf Kindergarten-Kinder einer Einrichtung in Windberg machten jetzt die Hausbäckerei des Real-Marktes in Neuwerk unsicher. Profi Rüdiger Strunk half beim Kneten, Rollen und Ausstechen. Von Goezde Macit

Wie eine feine Staubwolke hängt das Mehl über den Köpfen der Kinder. Ui, das kitzelt aber, immer wieder muss jemand niesen - noch mehr Mehl wirbelt auf. Einem Mini-Bäcker klebt Zucker an der Wange, der andere kämpft mit den Streuseln, die nicht so auf dem Teigling liegen wollen, wie er es sich vorstellt. So sieht es aus in einer Backstube, die eine Horde Kindergartenkinder gestürmt hat. So muss es aussehen, wenn elf Kinder kneten, rollen, ausstechen und formen und ganz ungeduldig darauf warten, bis ihre gold-braunen Prachtstücke endlich aus dem Ofen kommen.

Wer am Dienstagmorgen im Real Markt an der Krefelder Straße einkaufen war und genau hingeschaut hat, der entdeckte sicher den einen oder anderen kleinen Bäcker mit Schürze und Kochmütze - die so manchem Teilnehmer viel Arbeit bereitete, weil Rutschgefahr bis runter auf die Nase drohte. Dazu summten und sangen die Kinder aus der pro multis Tageseinrichtung Sankt Anna in Windberg - Vorsicht: Ohrwurm-Gefahr - "In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Leckerei...", während sie an einem langen Holztisch in der Real-Hausbäckerei eifrig werkelten. "Ich habe selber neun Enkelkinder und backe mit ihnen regelmäßig. Jeder sollte zur Weihnachtszeit mit Kindern Plätzchen backen, um das Handwerk für die nachfolgenden Generationen zu bewahren", sagt Hausbäcker Rüdiger Strunk.

"Stern, Stern!", rufen die Plätzchen-Experten schon nach den ersten Proben wild durch die Backstube. Das Lieblings-Förmchen der Kinder, obwohl die spitzen Ecken ganz schon tückisch beim Ausstechen sein können. Zur Not tun es auch die Monde und Herzchen, aber Sterne - die sind am weihnachtlichsten, finden die Kinder. Und ganz nebenbei nascht der fünf Jahre alte Joel ein bisschen rohen Teig, der in einer Sternenspitze hängengeblieben ist. Sein Freund Karim, auch fünf Jahre, schimpft, als er das sieht: "Nein, Joel! Du darfst nicht naschen. Rohen Teig isst man nicht", sagt er und versucht den Restteig aus Joels Hand zu nehmen. Roher Teig soll Bauchschmerzen machen - wir glauben aber immer noch, dass sich Mütter und Väter diese kleine Notlüge ausgedacht haben, damit überhaupt noch ein paar Kekse im Ofen landen.

Um die 20-minütige Backzeit zu verkürzen, gab es für die Kinder ein gesundes Frühstück. Gut gestärkt konnten die Kleinen im Anschluss ihre Plätzchen mit Streuseln und Zuckerfarbe verzieren. "Wir freuen uns, dass die Jungen und Mädchen kurz vor dem ersten Advent den Weihnachtsduft in unsere Hausbäckerei zaubern", so Real- Geschäftsleiter Hans-Joachim Nowark. Bundesweit wurde an diesem Tag übrigens in rund 300 Real-Märkten gebacken. Die leckeren Kekse durften die Kinder natürlich mit nach Hause nehmen, und wenn noch Plätzchen übrig waren, durften vielleicht auch Mama und Papa mal probieren.

Quelle: RP
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