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Mönchengladbach
Erfahrungen beim Spitzenwettbewerb

Mönchengladbach. 40 junge Musiker aus Mönchengladbach bekamen die Zulassung zum Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". Besonders freuen sich Fachbereichsleiter Frank Füser und Musikschulleiter Christian Malescov darüber, dass sich die Preise nicht auf den einen oder anderen Schwerpunkt, sondern auf die Breite des Unterrichtsangebots verteilen. Vier - und damit die meisten Preise - brachten die Ensembles für Alte Musik mit nach Hause. Aber auch in der Ensemblewertung Harfe wurde ein erster Preis gewonnen, und dem Gitarren-Ensemble wurde bescheinigt, "mit sehr gutem Erfolg" teilgenommen" zu haben. Darüber hinaus erhielten die Ensembles zusätzliche Anerkennungen, vier bekamen den "Bärenreiter Urtext Sonderpreis", andere den "Sonderpreis der Sparkassen NRW", den "NRW Kammermusikförderpreis" oder den "Sonderpreis der Sparkassengruppe für das beste Familienensemble". Beachtlich gute Ergebnisse wurden auch in den Solowertungen erzielt, im Fach Percussion ebenso wie bei Violine und Cello. Von Gert Holtmeyer

"Der eigentliche Gewinn", merkt Malescov an, "ist die Teilnahme am Bundeswettbewerb." Bei dem hohen Niveau, das in Kassel vertreten war, sagten zwei oder drei Punkte mehr oder weniger kaum etwas über die Qualität aus. Wer an diesem Wettbewerb teilnahm, bot - unabhängig von der Bewertung durch die Jury - Leistungen, die mit den Anforderungen für die Aufnahmeprüfung, wenn nicht sogar für einen Studienabschluss an einer Musikhochschule vergleichbar seien. Die Vorbereitung, das konzentrierte Üben, die eigene Leistung, die vielen Auftritte, die Erfahrungen eines Wettbewerbs: Das alles sei von unschätzbarem Wert, so Malescov.

Die individuellen Erfahrungen sind vielfältig. Überrascht war die zwölfjährige Viktoria Haak, dass sie viel weniger aufgeregt war als befürchtet. Josephina Lucke hatte nicht mehr viel für sich erwartet, nachdem sie gehört hatte, was die anderen konnten. Umso größer war ihre Freude, dass sie den "Sonderpreis zur Förderung des Cembalospiels" zugesprochen bekam. Ein Stipendium für einen Meisterkurs erhielten die Harfenistinnen Sophia Hann und Sophie Shen. Die Erfahrung, dass man beim Vorsingen nicht immer beste Sauerstoffqualität vorfindet, musste Marie Lina Hanke machen. Sonst stimmte die Organisation des Wettbewerbs; Verspätungen beim Vorspiel der insgesamt 2400 Teilnehmer gab es so gut wie keine.

Das Engagement der Eltern darf nicht übersehen werden. Nur Maximilian Hilger fuhr mit dem Zug. Bei den anderen fungierten die Eltern als Chauffeure. Zwei Cembali brachte Klaus Paulsen per Pkw nach Kassel, wo er seine Zeit vorwiegend mit dem Stimmen von vier Cembali zubrachte. "Die Arbeit aller beteiligten Lehrer", resümiert Malescov, "ist mit Geld nicht zu bezahlen, der Idealismus außergewöhnlich." Alle sind sich einig: "Die Zusammenarbeit mit den Lehrern war großartig, wir sind in der Zeit zu einer großen Familie zusammengewachsen."

Quelle: RP
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