| 17.13 Uhr

Mönchengladbach
39-Jähriger wegen zweifacher versuchter Tötung festgenommen

Mönchengladbach. Spezialkräfte der Mönchengladbacher Polizei haben einen 39-Jährigen festgenommen. Er soll versucht haben, zwei Bekannte zu töten. Auf einen Mann soll er geschossen haben, den anderen stieß er offenbar vom Balkon.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde der Mann bereits am 13. Juli festgenommen. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurde der Fall erst jetzt öffentlich. Der 39-Jährige wurde demnach im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt verhaftet und einen Tag später dem Haftrichter vorgeführt. Der Richter erließ nach Polizeiangaben wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlages in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung Haftbefehl.

Dem 39-Jährigen wird vorgeworfen, am Morgen des 19. Juni 2017 einen befreundeten 37-Jährigen zu sich bestellt zu haben. Als dieser mit seinem Auto ankam, habe der Festgenommene ihm unvermittelt eine Pistole an den Kopf gehalten. Laut Staatsanwaltschaft sei es dem 37-Jährigen gelungen, die Waffe zur Seite zu schlagen. Ein Schuss habe ihn daraufhin verfehlt und die Windschutzscheibe seines Wagens durchschlagen.

Mann mit Messer verletzt und von Balkon gestoßen

Am Abend desselben Tages soll der Beschuldigte mit einem befreundeten 40-Jährigen in Streit geraten sein. Daraufhin habe er diesen erst mit einem Messer verletzt und dann vom Balkon im ersten Stock eines Hauses gestoßen. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt.

Nachdem der 40-Jährige aus dem Koma erwachte, konnte er den Ermittlern Hinweise auf den 39-Jährigen geben. Aufgrund seiner Angaben kam das Verfahren ins Rollen. Die Ermittlungen zu den beiden Taten, insbesondere zum Motiv des mutmaßlichen Täters, dauern an.

Der Festgenommene ist nach Polizeiangaben wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Körperverletzung bereits in Erscheinung getreten. 

(lis)