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Mönchengladbach
Sorge vor Krawallen: Mehrere hundert Polizisten im Einsatz

Polizei Mönchengladbach hat Sorge wegen Krawallen bei Derby
Rot-Weiß Essen bringt traditionell gewaltbereite Fans mit. FOTO: Schaulandt
Mönchengladbach. Was gut gemeint war, entpuppt sich nun als zusätzliches Problem für die Polizei: Die Spielplan-Macher haben parallel zu Borussias Derby beim FC Köln am Samstag das Regionalliga-Spiel von Borussias U 23 im Grenzlandstadion gegen Rot-Weiß Essen angesetzt, Die bringen traditionell gewaltbereite Fans mit. Mit 600 Gäste-Fans aus Essen, darunter 15 sogenannte C-Fans, rechnet die Gladbacher Polizei. Normalerweise hätten die kaum eine Chance gehabt, auf Borussen-Anhänger zu treffen. Doch die sind nun nicht, wie alle erwartet hatten, im Kölner Stadion. Bis zu 3000 boykottieren das Derby, laufen am Samstag vom Fanhaus zum Alten Markt und wollen dort das Spiel in den Gaststätten vorm Fernseher verfolgen. Die Essener Fans wissen also, wo sie nach Schlusspfiff der Regionalliga-Partie gegen 15.50 Uhr Borussen treffen können.

"Wir sind gewappnet", sagt Polizeisprecher Willy Theveßen. Mehrere hundert Polizisten werden am Samstag im Einsatz sein. Nicht allein wegen der Essener. Die Polizei rüstet sich für den Fall, dass Kölner Fans in Mönchengladbach auftauchen und Randale anzetteln. Dafür gibt es allerdings bislang keine Anzeichen: weder in Internetforen noch bei der szenekundigen Polizei in Köln. Sowohl Kölner als auch Gladbacher Fans fühlen sich von dem Maßnahmenpaket der DFL ungerechtfertigt hart getroffen. Aus Sicht der Gladbacher Polizei versuchen die Kölner gerade vielmehr zu beweisen, dass sie die Sanktionen zu Unrecht getroffen haben. Dazu würde Randale in Gladbach schlecht passen.

(jüma)
 
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