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Mönchengladbach
Shakespeare inspiriert seit 400 Jahren

Mönchengladbach: Shakespeare inspiriert seit 400 Jahren
Blick in das Innere des "Globe" in Neuss. Vom 27. Mai bis 25. Juni wird hier in zahlreichen Vorstellungen dem Dramatiker und Dichter William Shakespeare gehuldigt. FOTO: Christoph Krey
Mönchengladbach. Das 26. Shakespeare-Festival im Neusser Globe-Theater steht im Zeichen des 400. Todestages des englischen Dichters. Aktuelle Produktionen von Shakespeare-Dramen laden ein zum Vergleich mit Inszenierungen in Mönchengladbach. Von Dirk Richerdt

Am 23. April 1616, also vor 400 Jahren, starb der bedeutendste englische Dichter der Renaissance, viele sehen in William Shakespeare sogar den bedeutendsten Dramatiker Europas. Am Gemeinschaftstheater sind Shakespeares Stücke regelmäßig zu Gast. Mehrere der in den letzten 30 Jahren hier gespielten Titel können Shakespeare-Freunde nun gebündelt bei einem Festival in Neuss erleben. In einer Spielstätte zumal, welche die Aufführungspraxis des elisabethanischen Theaters authentisch vermittelt.

Seit 25 Jahren steht das Gebäude an der Neusser Rennbahn: das "Globe", Nachbau des legendären Londoner Globe Theatre aus dem Jahr 1599, für das Shakespeare einen Großteil seiner Theaterstücke schrieb. Zum 26. Mal wird nun im Globe Neuss ein Shakespeare-Festival gefeiert. Vom 27. Mai bis 25. Juni zeigen 15 englische, deutsche und französische Compagnien ihre Shakespeare-Produktionen auf der pittoresken Rundbühne des Globe. Die Veranstalter wollen unter dem Motto "Shakespeare and beyond" den Wirkungen nachspüren, die Stoffe und Motive des Dramatikers bei jüngeren Autoren und in anderen Medien wie Film und Kabarett ausgelöst haben. Insgesamt werden 43 Vorstellungen geboten.

So heißt es gleich zu Festivalbeginn: "Shakespeare goes Varieté" (27. bis 29. Mai). Unter Leitung von Daniel Finkernagel präsentieren die Schauspielerin Corinna Kirchhoff, der Kabarettist Karl-Heinz Helmschrot und Musiker Aspekte von Humor, Magie, Poesie und Musik im Werk Shakespeares. "Und raus bist du!" - mit einem Kinderspruch kündigt das Rheinische Landestheater Neuss den einzigen Hausmacher-Beitrag zum Festival an. Am 30. und 31. Mai laufen Aufführungen des Königsdramas "Richard III.", Regie führt Bettina Jahnke. Das Werk hatte zuletzt der damalige Gladbacher Intendant Wolfgang Gropper 1995/96 am Niederrhein inszeniert.

Aus London kommt die Mountview Academy of Theatre Arts vom 6. bis 8. Juni nach Neuss, um die Tragödie "Julius Caesar" aufzuführen. Ab 2. Juni ist das Berliner Ensemble von Claus Peymann, aufgestockt mit Kräften der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", zur Stelle mit "Zwei Herren aus Verona". Die Komödie stand 1983/84 in Mönchengladbach und Krefeld auf dem Spielplan.

Eine Deutschlandpremiere in französischer Sprache führt die Compagnie 13, die ihren Standort bei Paris hat, am 10. Juni nach Neuss. Die Truppe spielt das Drama "Der Kaufmann von Venedig" in französischer Übersetzung. In der Ära Jens Pesel hatte Urs Schaub dieses Stück 1997/98 in Krefeld und Mönchengladbach herausgebracht.

Woody Allens Parodie auf die Komödie "Ein Sommernachtstraum" mit dem Titel "Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie" bringt das Potsdamer Theater Poetenpack am 11./12. Juni auf die Globe-Bühne. Gladbacher bekamen 1988/89 dieses Stück in der Regie des Schweizers Peter Borchardts zu sehen.

Weitere Produktionen: "Wintermärchen!" mit der Shakespeare Company Berlin, "Wie es euch gefällt" mit der "bremer shakespeare company" und "Hamlet: Who's there" mit Flute Theatre. Die beiden letztgenannten Titel waren mehrfach am Gemeinschaftstheater zu erleben, etwa Jens Pesels Inszenierung von "Wie es euch gefällt".

Das vollständige Programm findet sich im Internet unter www.shakespeare-festival.de. Tickets können telefonisch unter 02131 52699999 bestellt werden. Schulklassen buchen Gruppenkarten unter 02131 52999991.

Quelle: RP
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