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Furious ohne Ball-Vorteil

Lokalsport: Furious ohne Ball-Vorteil
Furioser Auftakt für Furious: Mit dem wohlbekannten Ball startete der Futsal-Klub gestern in der Jahnhalle mit einem 3:0-Sieg gegen den TuS Wickrath. Dann kam aber nur noch ein Punkt dazu - da war das Vorrunden-Aus. FOTO: Dieter Wiechmann
Hallenfussball. Odenkirchen setzt sich in Gruppe 1 vor Neuwerk durch, der Futsal-Klub ist draußen. Von Sascha Köppen

Zum Auftakt der 35. Hallenstadtmeisterschaft der Senioren um den Pokal der Rheinischen Post hat sich Titelverteidiger SpVg Odenkirchen 05/07 in Gruppe 1 souverän und direkt für die Endrunde qualifiziert. Dabei blieb Trainer Kemal Kuc mit dem Landesligisten auch bei der Premiere des Futsal-Balles bei den Senioren in der Jahnhalle dem Konzept treu, das bereits im Vorjahr zum Erfolg geführt hatte: Die Schwarz-Gelben gingen kein unnötiges Risiko ein, zauberten lieber einmal weniger als zu viel und warteten eiskalt auf ihre Chancen, die dann auch genutzt wurden. So gab es zum Auftakt ein 3:1 gegen Hockstein, danach ein 4:0 gegen Furious Futsal und im dritten Spiel ein 4:1 gegen den TuS Wickrath. Damit war bereits das Weiterkommen gesichert, der Gruppensieg und die direkte Qualifikation für die Endrunde mussten aber bis zum Gruppen-Finale warten.

Denn dahinter kämpften die drei A-Ligisten Neuwerk, Wickrath und Hockstein um Platz zwei - und mit Furious Futsal mischte auch noch ein Team munter mit, für das der Ball keine Umstellung bedeutete. Die Hocksteiner verabschiedeten sich als erstes Team aus dem Rennen, belegten am Ende vor Wickrath den vorletzten Platz. Mit einem 4:2 gegen die Wickrather brachten sich die Neuwerker in Position, gegen TuS-Kicker, die enttäuschten. Zwar gaben die Neuwerker beim 3:3 gegen Furious Futsal zwei Punkte ab, doch das reichte letztlich, um vor dem letzten Spiel zumindest sicher Zweiter zu sein, weil Furious Futsal seine Chancen mit einem 1:4 gegen Hockstein unmittelbar zuvor verspielte.

So fiel im letzten Spiel die Entscheidung um den Gruppensieg, wobei Neuwerk dafür gewinnen musste. Sven Moseler brachte die Odenkirchener nach drei Minuten auf Vorlage von Eike Broens in Führung, das Spiel blieb aber auf des Messers Schneide. Doch das Odenkirchener Sicherheitskonzept ging auf, Pascal Moseler sorgte zwei Minuten vor dem Ende mit dem 2:0 für die Entscheidung. "Ich habe der Mannschaft vorher gesagt, dass wir schon eine gute Leistung abliefern und jeden Gegner respektieren müssen. Die Mannschaft hat sich auf dem Feld gut entwickelt, wo wir eine fantastische Hinrunde gespielt haben. Das zahlt sich auch in der Halle aus", sagte Kemal Kuc.

Zufrieden waren auch die Neuwerker mit dem Umstand, in der Zischenrunde noch eine Chance zu bekommen. "Wir haben uns einen der beiden ersten Plätze vorgenommen und hoffen nun, uns noch ein wenig mehr einspielen zu können. Es waren viele enge Spiele dabei, der Start war natürlich optimal für uns", sagte Tobias Reichardt, der in Abwesenheit von Michael Holthausen mit für das Team verantwortlich war. Von den 43 Toren zum Auftakt erzielten Sven Moseler und Sven Heese (Furious) je vier.

Ob es nun mit dem neuen Ball zu tun hatte oder nicht: Ein großes Kompliment muss den fünf Mannschaften für die gebotene Fairness gemacht werden. Die Schiedsrichter Jan Oberdörster und Patrick Fischer mussten erst im siebten Spiel die erste Zeitstrafe aussprechen (am Ende waren es zwei), Karten gab es gar nicht. Bleibt zu wünschen, dass dieser Trend anhält. Das gilt auch für die Kulisse, denn gleich am ersten Tag hieß es: Die Jahnhalle ist ausverkauft.

Quelle: RP
 
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