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Rene Bonack
"Meine Spieler haben teilweise noch gar nicht realisiert, was passiert ist"

Mönchengladbach. Wickrathbergs Trainer spricht über das kuriose 8:8 des C-Ligisten am vorigen Sonntag bei Türkiyemspor, bei dem sein Team einen 7:0-Vorsprung verspielte.

Türkiyemspor II gegen Wickrathberg II: 8:8 - es ist das 16-Tore-Spiel in der Kreisliga C, das deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hat und sicherlich in Zukunft noch für Gesprächsstoff sorgen wird. Horst Höckendorf sprach mit Wickrathbergs Trainer Rene Bonack, dessen Team einen 7:0-Vorsprung verspielte, über das irre Spiel.

Herr Bonack, ist Ihnen so etwas schon mal passiert?

Bonack So einen verrückten Spielverlauf habe ich auch das erste Mal erlebt. Aber Ähnliches ist mir vorige Saison mit Wickrath II gegen Rahser passiert, als wir einen 3:0-Vorsprung verspielten und noch 3:4 unterlagen. Die Viersener starteten damals ihre Aufholjagd mit drei Spielern weniger, da sie kurz zuvor des Feldes verwiesen wurden.

Ist Ursachenforschung betrieben worden und wie hat das Team nach Spielschluss reagiert, nachdem es einen Sieben-Tore-Vorsprung aus der Hand gegeben hat?

Bonack Meine Jungs haben teilweise noch gar nicht realisiert, was am Sonntag passiert ist. Ich kann dazu nur sagen, dass wir die erste Halbzeit klar dominierten, in der zweiten Hälfte bei uns aber nichts mehr klappte. Irgendwie landete da jeder Ball bei Türkiyemspor. Und mit jedem Tor haben sie noch mehr Blut geleckt. Die sind wirklich gerannt, als wäre der Teufel hinter ihnen her. Zudem hatte ich nach einer halben Stunde bei einer 5:0-Führung meine beiden besten Spieler Marc Zander und Manfred Oversberg verletzungsbedingt vom Platz nehmen müssen.

Ein weiteres Kuriosum waren sicherlich die zwei Eigentore Gheorghe Taranus binnen nicht ganz vier Minuten. War das der Türöffner für die Torflut?

Bonack Möglich, aber dem Spieler kann keiner einen Vorwurf machen, er fälschte den Ball beide Male unerreichbar für den Torhüter ab. Manche Schiedsrichter schreiben den Treffer eher dem Schützen zu, als auf Eigentor zu erkennen.

Stichwort Schiedsrichter, die zuletzt in die Kritik geraten sind. Drei Elfmeter wurden gegen sie verhängt. Berechtigt oder unberechtigt?

Bonack Der Schiedsrichter (Christian Reifenrath, Anm. d. Red.) hat einwandfrei gepfiffen und keine einzige Gelbe Karte gezückt. Alle drei Strafstöße waren vollkommen berechtigt.

Was für Gefühle hatten Sie nach der Führung in der Nachspielzeit und dem anschließenden 8:8-Ausgleich?

Bonack Ein regelrechtes Wechselbad. Zuerst Freude, dann Fassungslosigkeit.

Haben sie jetzt zwei Punkte verloren oder einen gewonnen?

Bonack Sowohl als auch. Aufgrund der ersten Halbzeit haben wir zwei verloren, nach der zweiten Hälfte einen gewonnen. Alles in allem und über die gesamte Spielzeit betrachtet war es jedoch ein gerechtes Unentschieden. Wir können damit aber nicht zufrieden sein.

Jetzt geht es am Wochenende zum ungeschlagenen Spitzenreiter. Ist eine Reaktion zu erwarten?

Bonack Die Spieler kamen schon von sich aus und wollen das Geschehene vergessen machen, sprich sich die verlorenen Punkte bei den Red Stars IV zurückholen.

Quelle: RP
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