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Zwei Asche-Derbys in der Bezirksliga

Lokalsport: Zwei Asche-Derbys in der Bezirksliga
Fussball. Lürrips Trainer warnt die Kunstrasen-verwöhnten Seinen vor dem Platz in Meer, Neuwerk muss derweil beim Polizei SV antreten. Von Kurt Theuerzeit

Bei Blau-Weiß Meer und dem Polizei SV ist alles etwas anders als bei den anderen Bezirksligisten. Wer in diesen beiden Klubs spielt, weiß, dass er dadurch nicht reich werden kann. Dafür spielt das Vereinsleben eine wichtige Rolle, und schließlich bieten beide Vereine auch noch Platzanlagen, die für Nicht-Mitglieder gewöhnungsbedürftig sind: Asche, je nach Witterungsverhältnissen matschig oder staubig.

Lürrips Trainer Markus Lehnen weiß also, was auf ihn und seine Spieler beim Derby in Meer zukommt: "Da wird gekämpft und geackert. Das ist eine reine Kopfsache. Wenn man durch Kunstrasen verwöhnt ist, spielt man dort nicht gerne. Man muss die Situation so nehmen wie sie ist, sonst können wir zu Hause bleiben", sagt er. Lürrip hat zwar fünf Torhüter, aber nur der A-Jugendliche Tim Beckers steht aktuell zur Verfügung. Zudem wird Tobias Busch fehlen, der sich gegen Kapellen einen Muskelfaserriss zugezogen hat. "Wenn wir uns in der Tabelle verbessern wollen, dann müssen wir in Meer gewinnen", fordert Lehnen unmissverständlich.

Noch wesentlich größere Sorgen hat indes sein Kollege Erhan Kuralay, der bereits am Wochenende in Kaarst mit dem allerletzten Aufgebot angetreten war und 2:6 verlor. "Wir werden aber nicht mit der weißen Fahne auf den Platz gehen und uns einfach ergeben", sagt er und macht deutlich, dass seine Mannschaft auf jeden Fall kämpfen wird, um die Chance auf den Klassenerhalt noch aufrecht zu erhalten. "Ich hoffe, dass von unseren verletzten Spielern einige wieder zur Verfügung stehen", sagt Kuralay.

Verletzte Abwehrspieler hat auch Neuwerks Trainer Michael Holthausen, der mit den Sportfreunden bereits heute (Anstoß 19.30 Uhr) zum Polizei SV muss. "Die Ausfälle in der Defensive schmerzen, aber wir haben das Problem letzte Woche beim FC ganz gut gelöst. Wichtig ist, dass wir endlich unsere Chancen nutzen", sagt Holthausen. Für Neuwerk wäre ein Sieg beim PSV ein Befreiungsschlag in Richtung Klassenerhalt. Den peilt aber auch der PSV an, und Trainer Marc Ferfers fordert deshalb: "Das ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, das wir unbedingt gewinnen müssen." Er kann fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Nur Christian Saarsoo wird noch fehlen. "Wenn unsere Einstellung stimmt, haben wir auch gegen Neuwerk eine Chance, das sich nach dem Trainerwechsel enorm gesteigert hat", sagt Ferfers.

Auf eine Steigerung seiner Spieler hofft auch FC-Trainer Dirk Kehrbusch. Doch bei der Reserve des TSV Meerbusch ist die FC-Reserve mit ihrem überschaubaren Kader absoluter Außenseiter.

Quelle: RP
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