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Mönchengladbach
Studentin leitet Hochschul-Rennteam

Mönchengladbach. Mit Jule Jeschonowski (21) steht erstmals eine Frau an der Spitze des Formula-Teams der Hochschule Niederrhein. Von Lisa Schmitz

Erstmals steht eine Frau an der Spitze des Formula-Student-Teams der Hochschule Niederrhein. Seit dem 1. September ist Jule Jeschonowski neue Teamleiterin, Mathias Krieter übernahm den Posten des Technischen Leiters. Die 21-jährige Jeschonowski studiert an der Hochschule Niederrhein im dritten Semester Wirtschaftsingenieurwesen und gehört seit Dezember 2015 zur Mannschaft. Zuvor hatte sie sich um den Einkauf und die Finanzen des Formula-Student-Teams gekümmert.

"Es ist interessant, wie man so ein Team leitet. Mir hilft die Praxis sehr beim Studium. Das Spannende ist beim Rennen dabei zu sein und zu sehen, wie dann bestenfalls alles funktioniert", sagt Jeschonowski. Dafür arbeitet sie eng mit dem 23-jährigen Krieter zusammen, der bereits in seine dritte Saison im HSNR-Racingteam geht. Der Maschinenbau-Student war zuvor Fahrwerk-Baugruppenleiter.

Das neue Duo an der Spitze des Formula-Student-Teams der Hochschule Niederrhein befindet sich mitten in den Planungen für die neue Saison. Das zurückliegende sportliche Jahr war für die 2011 gegründete Mannschaft ein voller Erfolg. Beim Event im italienischen Varano erreichte das Team mit Rang neun erstmals einen Top-Ten-Platz, in Barcelona wurde es Platz 21.

Der neue Bolide ist eine Weiterentwicklung des aktuellen Modells RS16c, wird aber komplett neu gebaut. Sobald das neue Team, das derzeit zusammengestellt wird, komplett ist, beginnt die Konstruktionsphase. Anschließend werden die notwendigen Teile bestellt, die über den Winter gefertigt werden. Im Idealfall soll das neue Auto vor Juni des kommenden Jahres fertig sein, im Anschluss wird das traditionelle Roll Out, also die Präsentation des mittlerweile sechsten Verbrenner-Modells, steigen. Das HSNR-Racingteam will auch 2017 wie bisher an zwei Events teilnehmen, die Reise nach Varano ist inzwischen eine liebgewonnene Tradition.

Bei der 1981 in den USA gegründeten weltweiten studentischen Rennserie Formula Student sollen Studierende Lehrinhalte praktisch anwenden. Sie sammeln Erfahrungen in den Bereichen Konstruktion und Fertigung und lernen die wirtschaftlichen Aspekte des Automobilbaus kennen. Die Truppe von Studierenden primär aus den Fachbereichen Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Elektrotechnik und Informatik wird von Prof. Dr. Michael Heber betreut.

Quelle: RP
 
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