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Moers
150 Kinder tanzen durch das Kulturzentrum

Moers. "Mitmachen statt zugucken" lautet das Konzept des Kinderkarnevals der KG Elfenrat. Von Peter Gottschlich

Nur wenige Minuten sitzen die jungen Jecken beim Kinderkarneval, zu dem die Karnevalsgesellschaft Elfenrat Moers-Eick am Karnevalssonntag ins Rheinkamper Kulturzentrum einlädt. Die meisten Minuten stehen die jungen Prinzessinnen und Hexen, Cowboys und Indianer, Clowns und Bienen. Sie ziehen in langen Polonaisen durch den Saal, während "Steh auf, mach laut" oder "Die Karawane zieht weiter" von den Höhnern zu hören ist. Sie sind auf ihren Beinen, wenn sie mit dem Kinderprinz Demian I. und der Kinderprinzessin Leonie I. das Mitmachlied "A-E-I-O-U" singen und tanzen. Oder sie feuern andere junge Narren an, die gerade eine Dschungelprüfung durchlaufen.

"Unser Konzept lautet: Mitmachen statt Zugucken", erzählt Birgit Noreiks. Die 53-jährige Karnevalistin organisiert seit einem Viertel Jahrhundert den Elfenrat-Kinderkarneval mit. Sie hat das Konzept der einstigen Kindersitzung zum Mitmach-Karneval weiterentwickelt. Außerdem moderiert sie den Kinderkarneval mit, an diesem Sonntag als glitzernd bunter Conférencier verkleidet. Seit gut zehn Jahren steht ihr Klaus Likar zur Seite. "Die Kinder wollen ihre Sachen präsentieren", ist der 49-jährige Organisator und Moderator überzeugt.

Auch bei den Eltern ist dieses Konzept angekommen. Die Anzahl der Besucher ist zuletzt Jahr für Jahr gestiegen. "In der letzten Session haben wir 350 Stühle gestellt", berichtet Klaus Likar. "Da war die Sitzung das erste Mal ausverkauft."

An diesem Karnevalssonntag ordnete die KG Elfenrat im Rheinkamper Kulturzentrum die Tische anders an, um 400 Narren Platz zu bieten. Doch die 50 neuen Plätze reichten nicht aus. "Schon zehn Tage im Voraus waren alle Karten weg", freut sich Klaus Likar. "Wir haben den Karneval nicht mehr beworben. Trotzdem haben noch viele angerufen, die Karten haben wollten. Waren es in den Vorjahren fast nur Moerser, wollten diesmal auch viele Rheinhausener, Homberger oder Rheinberger zum Kinderkarneval kommen. Ich denke, wir hätten 100 bis 200 Karten mehr verkaufen können."

Mehr Sitzplätze im Rheinkamper Kulturzentrum zu bestuhlen, würde nur funktionieren, wenn die Spielfläche im Saal verschwinden würde. Sie ist aber das zentrale Areal des Elfenrat-Kinderkarnevals. Am Sonntag zauberte hier Clown Bobori aus Essen, alias Boris Quest, mit 150 Kindern, die 250 Mütter und Väter im Schlepptau hatten. Dabei rieten sie Begriffe von Brillenschlange bis zu Suppenhuhn, wie in der einstigen Fernsehsendung "Die Montagsmaler". Oder hier unterstützen sie die Garden, beispielsweise die Schnuckis, die Elfen und die Expressives.

Um an einem zweiten Tag zum Kinderkarneval einzuladen, würden 150 bis 200 jecke Besucher nicht ausreichen. "Der Saal wäre nur halbvoll", erläutert Birgit Noreiks. "Dann kommt keine Stimmung auf."

Dazu wäre ein zweiter Kinderkarneval defizitär. "Saal, Technik und Künstler sind mit fünf Euro Eintritt nicht zu finanzieren", sagt Ehrenpräsident Günter Likar. "Ein leichtes Plus kommt nur heraus, weil Mitglieder Kuchen spenden, der verkauft wird." Den Jecken rät er, im nächsten Jahr frühzeitig Karten für den Elfenrat-Kinderkarneval zu sichern.

Quelle: RP
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