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Moers
Asberger feiern ein ökumenisches Fest

Moers: Asberger feiern ein ökumenisches Fest
Bei herrlichem Sommerwetter fand der Gottesdienst zu Beginn des ökumenischen Gemeindefestes in Asberg draußen statt. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Die Kirchen liegen an der Kreuzung von Bonifatius-und Drususstraße nah beieinander, da liegt die Idee nahe, die Gemeindefeste zusammen zu legen. Das kommt an und soll in Zukunft wiederholt werden. Von Peter Gottschlich

2007 hatten die evangelische und die katholische Gemeinde erstmals zu einem ökumenischen Gemeindefest eingeladen. Doch dann gingen die Gemeinden, deren Kirchen an der Kreuzung von Bonifatius- und Drususstraße beieinanderliegen, beim Feiern wieder getrennte Wege. Am Sonntag belebten die Gemeinden die Idee neu, nachdem die Eheleute Sandra und Oliver Kosbath diese vorangetrieben hatten. Sie luden nach neun Jahren Pause wieder zu einem ökumenischen Gemeindefest ein.

"Überall habe ich positive Rückmeldungen bekommen, zum Gottesdienst wie zum gesamten Fest", zog der katholische Pfarrer Herbert Werth am Nachmittag Bilanz. Er hatte zusammen mit der evangelischen Pfarrerin Martje Mechels den Wortgottesdienst in der St.-Bonifatius-Kirche vorbereitet und gehalten. Dieser stand wie das gesamte Fest unter dem Motto "Wege kreuzen sich". "Zwischen unseren Gemeinden kreuzen sich die Wege, die Bonifatius- und die Drususstraße", sagte die evangelische Pfarrerin, die über das Damaskus-Erlebnis des Apostels Paulus predigte. "Auch Gott kreuzt unseren Weg, wie bei Paulus."

Die Fäden für die Organisation des Festes liefen bei ihrem Mann, Pfarrer Holmfried Braun, zusammen. Mit Blick auf die Ökumene meinte er: "Wir kommen gut miteinander klar." Nicht nur die Pfarrer haben untereinander einen guten Draht, sondern auch die evangelischen und katholischen Christen. Ob an der Cocktail-Bar oder am Kuchenstand Protestanten oder Katholiken Drinks mixten oder Kaffee kochten, das war für die Festbesucher nebensächlich.

Zudem war das ökumenische Gemeindefest ein kleines Stadtteilfest. Zum Beispiel lud die freiwillige Feuerwehr Asberg zu einem Wasserspiel ein - sehr willkommen in der brüllenden Hitze. Die beiden Asberger Kindergärten hatte Spiele vorbereitet. Außerdem fließen die Kollekte des Gottesdienstes und der Überschuss des Festes nicht nur den Gemeinden zu, sondern ganz Asberg. Mit der einen Hälfte wird das Ehrenmal umgestaltet, das nahe der Einmündung der Drususstraße in die Römerstraße steht. Die andere Hälfte fließt in die Flüchtlingshilfe.

"In zwei Jahre sollten wir wieder zu einem ökumenischen Gemeindefest einladen", blickte Herbert Werth in die Zukunft. 2017 organisieren die Gemeinden eigene Feste, da zwei große Jubiläen anstehen. Die Katholiken feiern den 50. Geburtstag der Pfarrgemeinde St. Bonifatius Asberg, die Evangelischen den 500. Geburtstag der Reformation. "Wir besuchen uns natürlich gegenseitig bei den Festen", so Martje Mechels.

Quelle: RP
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