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Reportage Fantastival Dinslaken
Die Frau mit dem Blick für alle Details

Fantastival Dinslaken: Die Frau mit dem Blick für alle Details
Lea Eickhoff reicht Detlef Hinze, dem Trainer, vor dem Auftritt sein Essen. FOTO: Büttner, Martin (m-b)
Moers/Dinslaken. Kurz vor Start des Fantastivals in Dinslaken hat Lea Eickhoff, Geschäftsführerin der Freilicht AG, alle Hände voll zu tun. Die RP begleitete die Organisatorin des Events bei den letzten Vorbereitungen für den Start des Kulturfests rund ums Burgtheater. Von Florian Langhoff

Es sind noch einige Stunden Zeit, bevor Herbert Knebel mit seinem "Affentheater" die Bühne betreten soll. Trotzdem sind Lea Eickhoff und ihr Team aus Helfern im Burgtheater schon eifrig beschäftigt. Allerdings nicht ganz so in Hektik, wie aus den Vorjahren gewohnt. "Irgendwie liegen wir besonders gut in der Zeit. Ich hoffe, wir haben nichts vergessen", erklärt Lea Eickhoff scherzend. Das ist eher unwahrscheinlich, wenn man die Organisation des Fantastivals betrachtet und Lea Eickhoffs Überblick erlebt. Ob hier und da noch etwas abgedeckt oder geklebt werden muss, Stühle von Regenwasser befreit oder Dinge an eine andere Stelle gerückt werden müssen: Die Geschäftsführerin der Freilicht AG hat alles im Blick.

Vermehrt auch ihr Handy. "Für mich ist das hier immer eine Mixtur aus Aufbau und Büroarbeit", erklärt die 28-Jährige. Anrufe annehmen, Mails beantworten und zwischendurch immer wieder ein Blick auf aktuelle Wetterkarten. "So lange es nicht stürmt oder ein Gewitter gibt, geht es alles noch. Auch wenn Regen für die Besucher natürlich schlecht ist", kommentiert Lea Eickhoff. Ihr Helferteam arbeitet derweil meist selbstständig die Aufgabenlisten ab. "Das Schöne hier ist, dass die Helfer meistens schon seit Jahren mit dabei sind und alle schon wissen, was zu tun ist", sagt Lea Eickhoff. Weniger Stress für die Frau, die im Burgtheater die Verantwortung trägt.

Etwas stressiger wird es, als die ersten Besucher vor der Veranstaltungsstätte ankommen. Während sich am Eingang eine Schlange bildet, ist Lea Eickhoff auf dem Weg zu ihrem Büro, das für die Dauer des Fantastivals direkt am Rittertor liegt. "Es gibt hier zwischendurch immer noch was zu erledigen", sagt sie. Gästelisten ausdrucken oder, wie in diesem Fall, die Kassenübergabe. Da im Kassenhäuschen noch ein Stuhl fehlt, wird auch der noch eben schnell organisiert. Dann geht es für Lea Eickhoff hinter die Bühne.

Hier sind die Künstler angekommen und die Geschäftsführerin der Freilicht AG will sichergehen, dass Herbert Knebels Affentheater auch optimal betreut wird. Außerdem besteht noch kurz Gesprächsbedarf mit Uwe Lyko (alias Herbert Knebel). Ein Kameramann möchte am Anfang des Auftritts eine Filmaufnahme machen. Von oben aus dem Rund des Burgtheaters kein Problem für den Kabarettisten. Außerdem bekommt Detlef Hinze, der später als Schlagzeuger "der Trainer" auf der Bühne steht, noch sein Essen gebracht. Außergewöhnliche Wünsche haben die Künstler allerdings nicht. "Natürlich haben alle ihre Listen mit Dingen, die da sein sollten. Aber es gibt eigentlich auch keinen Stress, wenn mal eine Sache fehlt", erklärt Lea Eickhoff. Vom Auftritt selbst bekommt die Geschäftsführerin der Freilicht AG nicht viel mit. Während Knebel und sein Affentheater auf der Bühne stehen, schaut sie nach dem Rechten, fragt bei den Helfern nach, ob alles in Ordnung ist und spricht mit den Gästen des Festivals. Zwischendurch kommen auch noch weitere Anrufe oder Anfragen, bei denen es meist schon um die nächsten Veranstaltungen geht. "Wie viele Besucher sind hier heute?", möchte jemand wissen. "1836", antwortet Lea Eickhoff wie aus der Pistole geschossen. Wenn es ums Fantastival geht, hat sie eben fast alles im Blick.

Auch schon die kommenden Auftritte. Während Herbert Knebel das Publikum zum Lachen bringt, plant Lea Eickhoff mit ihren Helfern schon den Auftritt von Milow vor und klärt einige Fragen zum Programm im Burginnenhof. Dann hat sie schließlich doch noch Zeit, auch selbst ein wenig das Geschehen auf der Bühne zu verfolgen, bevor die nächsten Anfragen kommen.

Mit dem Ende des Programms ist für Lea Eickhoff der Tag allerdings noch nicht vorbei. "Jetzt muss hier noch alles aufgeräumt, ausgemacht und abgeschlossen werden", fasst sie die anstehenden Arbeiten zusammen. Danach geht es weiter - mit dem nächsten Fantastival-Tag.

Quelle: RP
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