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Moers
Friedhof Utfort: Brohl beschuldigt Silvia Rosendahl der Lüge

Moers. Der Ton in der Diskussion um die mögliche Schließung des Utforter Friedhofs hat sich nach einer Stellungnahme der Rheinkamper SPD-Vorsitzenden Silvia Rosendahl verschärft. Von Jürgen Stock

Ingo Brohl, Fraktionsvorsitzender der CDU im Moerser Rat, bezichtigte Rosendahl der Lüge. Wörtlich schrieb er: "Die vorsätzliche Falschinformation der Öffentlichkeit durch die Rheinkamper SPD-Vorsitzende und der persönliche Angriff gegen mich lassen sich nur mit dem ohnehin beklagenswerten Zustand der Moerser SPD und der persönlichen Verärgerung über den eigenen Bruder als SPD-Fraktionsvorsitzenden erklären.

Dieser hatte sich gegenüber der Rheinischen Post offen für eine Schließung gezeigt. Vor dem Hintergrund des Sanierungsstaus, den wesentlich die SPD mit ihrer jahrzehntelangen Herrschaft zu verantworten hat, hatte die CDU gemeinsam mit Partner zu Beginn des Jahres in der Enni darauf gedrungen, dass ein beispielhaftes Szenario für eine Schließung, ein Auslaufen von einem beispielhaften Friedhof, dem Verwaltungsrat vorgestellt wird. Dieses war notwendig, damit alle Optionen geprüft werden und in der Beratung des Friedhofskonzeptes eine seriöse Entscheidung getroffen werden kann. (...)"

Brohl ergänzt: "Daraufhin hat der Vorstand der Enni im April ein solches Szenario am Beispiel des Friedhofes Lohmannsheide dargestellt. Danach waren für uns als CDU, und nach meiner Wahrnehmung auch mehrheitlich im Verwaltungsrat, Schließungen keine Handlungsoption mehr im neuen Friedhofskonzept. Frau Rosendahl sollte daher besser in ihrer eigenen Partei-Umgebung suchen, wer die Lawine ,Schließung Utforter Friedhof' losgetreten hat. Die CDU war es nicht."

Brohl verwies dabei auf Protokolle einer Verwaltungsratssitzung der Enni von April, die seine Darstellung stützen.

Gabriele Kaenders (Linke) erhob ebenfalls Vorwürfe gegen die SPD: "In der Arbeitsgruppe Gebühren, die sich (...) mit allen Aspekten der Friedhofssanierung befasste, hat pikanterweise der Vertreter der SPD vehement darauf gedrungen, schon einen Vorentscheid bzw. eine Empfehlung zur Schließung des Friedhofes Utfort zu fassen."

Inzwischen hat sich Christopher Schmidtke, Fraktionsvorsitzender der Grünen, für eine Schließung des Utforter Friedhofs offen gezeigt: "Wir müssen alle Lösungen in Betracht ziehen, die geeignet sind, die Gebühren für die Bürger so stabil wie möglich zu halten. Dazu gehört auch die Schließung eines Friedhofs. Wenn sich die Leute Beerdigungen in Moers nicht mehr leisten können, weichen sie eben in Nachbargemeinden aus. Davon hat niemand etwas."

Ähnlich auch Dino Maas (FDP): Er sprach mit Blick auf die beiden großen Parteien von einem "populistischen Wahlkampfgeplänkel".

Quelle: RP
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