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Moers
Hamburger Jungs bringen Moerser zum Tanzen

Moers. Zumindest gefühlt ist es eine Ewigkeit her, dass die Moerser in Scharen zum Gratis-Festival "Freefall" pilgerten, um dort Rockmusik regionaler Bands zu hören. Nostalgiker der Veranstaltung kamen an diesem Samstag noch einmal auf ihre Kosten, als die ehemaligen Freefall-Organisatoren zu einer "Freefall küsst Bollwerk"-Party einluden. Statt wie üblich mit bereits bekannten Headlinern zu trumpfen, wagten die Organisatoren musikalisch an diesem Abend etwas Neues. Von Anna-Lena Heimrath

Es war die bereits dritte Veranstaltung der neuen Partyreihe. Nach den "Dirty Honkers", die den Auftakt im letzten Jahr machten und der ebenfalls aus Hamburger stammenden Band "Le Fly", luden die Organisatoren dieses Mal die Indie-Pop Band "Fuck Art, Let's Dance" ein.

Die vier Jungs sind für ihre tanzbaren aber auch textlich komplexen Lieder bekannt und waren zum ersten Mal in Moers. Dass sie sich hier erst noch einen Namen machen müssen, zeigte das im Vergleich zu den vorherigen Veranstaltungen überschaubare Publikum. Trotzdem legten die Hamburger einen starken Auftritt hin und brachten auch den letzten Besucher zum Tanzen. "Man kann nicht immer erwarten vor einem ausverkauften Publikum zu spielen. Jeder hat eine gute Show verdient, und wir lieben die Musik", erklärte Frontsänger Nico Cham.

"Wir haben heute etwas gewagt. Die Band ist vielleicht nicht ein Zugpferd wie zum Beispiel "Le Fly", die wir beim letzten Mal dabeihatten. Aber es ist trotzdem hochwertige Musik", sagte Christian Schürmann, einer der Organisatoren.

Genau eine Stunde spielten die vier Hamburger, bis sie von DJ "Ay! Ay! Toni" und Steve Clash abgelöst wurden, die auf der Tanzfläche mit einer bunten Mischung aus HipHop, RnB und elektronischer Musik spielten. Auch das Audio Totale Team mit Hackstein und Mike III war wieder dabei.

Trotz des bescheidenen Publikuminteresses waren die Veranstalter mit dem Abend zufrieden. Denn sie wollen, wie auch auf dem Freefall-Festival, für eine große Bandbreite an Musik in Moers sorgen. "Wir lassen uns immer etwas Neues einfallen. Das schlimmste wäre Stillstand", so Schürmann.

Dass eine weitere Freefall-Party im Bollwerk stattfindet, steht bereits fest. Auch wenn es noch keinen Termin gibt, freut sich der Freefall-Kulturförderverein wieder mit einer neuen Band im Bollwerk das Publikum zu begeistern.

Quelle: RP
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