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Moers
Im Moerser Rathaus wird gehackt

Moers: Im Moerser Rathaus wird gehackt
Stadt und Bertelsmann-Stiftung laden zum Hackday ein. 40 Anmeldungen liegen bereits vor.
Moers. Zum zweiten Mal geht es am 9. und 10. April um die Entwicklung von Anwendungen aus den offenen Daten der Stadt.

Die Tastaturen und die Rechner "glühen" am Samstag, 9., und Sonntag, 10. April, im Moerser Rathaus. Dann lädt die Stadt gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung nach der erfolgreichen ersten Ausgabe zum zweiten Hackday ein. Dabei geht es aber nicht um Cyberkriminalität, sondern darum, aus dem Angebot der offenen Daten der Stadt Moers (www.offenedaten.moers.de) nützliche Anwendungen zu entwickeln.

Bereits 40 Hackerinnen und Hacker haben sich dafür angemeldet. Weitere Anmeldungen sind möglich. "Die Stadt Moers hat vor über drei Jahren als eine der Vorreiterkommunen mit dem Prozess der Öffnung begonnen. In der Zeit sind bereits einige nützliche Anwendungen entstanden", erläutert Claus Arndt, Leiter der Stabsstelle Zentrales E-Goverment bei der Stadt Moers. Ein Beispiel für eine gelungene Anwendung ist ein alternatives Ratsinformationssystem, in dem Moerserinnen und Moerser politische Entscheidungen finden, die ihr direktes Wohnumfeld betreffen.

Die "offenen" Daten lassen sich auch sehr gut wirtschaftlich nutzen. "Es gibt Studien, die immense wirtschaftliche Effekte von Open Data prognostizieren. Allerdings stehen wir in Deutschland noch am Anfang. Hier möchten wir einen Impuls setzen", so Arndt weiter. Deshalb lädt die Stadt gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung für Freitag, 8. April, von 18 bis 19.30 Uhr, zum Talk "Open Data Challenge: Wirtschaft und offene Daten" ins Erdgeschoss der Volksschule Moers, Hanns-Albeck-Platz 2, ein. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christoph Fleischhauer halten ausgewiesene Experten Kurzreferate: Alexander Marten (Startup-Gründer, Digitaloutlaws Düsseldorf), Prof. Ulrich Greveler (Hochschule Rhein-Waal) und Dr. Andreas Hey, Open Data City. Anschließend gibt es Raum für Fragen und Diskussionen. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Dr. Anke Knopp (Bertelsmann Stiftung).

Ein weiteres Highlight des Hackdays ist der Workshop "Rocket Days am 8. (ab 17 Uhr) und 9. April (ab 9 Uhr). Er findet im Rathaus, im Besprechungsraum Ramla statt. Dort können Frauen und Mädchen ab der zehnten Klasse ihre erste eigene Open-Data-Anwendung programmieren. Für den Workshop sind keine Vorkenntnisse oder gute Mathekenntnisse nötig. Referentinnen sind Patricia Ennenbach (freie Technik-Journalistin für den WDR) und Marie-Louise Timcke (Studentin Datenjournalismus, TU Dortmund). Wer ein eigenes Laptop hat, kann dieses mitbringen. Ansonsten können auch Leihgeräte gestellt werden. Weitere Infos und Anmeldungen http://hackday.moers.de

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Die Veranstalter bitten nur um Anmeldung per E-Mail an offenedaten@moers.de

Quelle: RP
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