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Moers
Moers verliert Edeka-Zentrallager

Moers: Moers verliert Edeka-Zentrallager
Das Edeka-Zentrallager in Moers stammt noch aus den 70er Jahren und platzt seit langem aus allen Nähten, FOTO: Klaus Dieker
Moers. Edeka-Rhein-Ruhr will bis 2021 in Oberhausen ein neues Lager errichtet haben. Von den dort geplanten 1000 Arbeitsplätzen könnten bis zu 500 aus Moers über den Rhein verlagert werden. Verwaltung Utfort nicht betroffen. Von Jürgen Stock

Bis zu 500 Arbeitsplätze will Edeka in den nächsten Jahren von Moers nach Oberhausen verlagern. Trotzdem hat die Belegschaft die Pläne überwiegend positiv aufgenommen. "Einige haben bei der Betriebsversammlung sogar geklatscht", berichtet der Betriebsratsvorsitzende Werner Lawrenz. "Wir sind froh, dass wir jetzt moderne und zukunftssichere Arbeitsplätze bekommen. Zudem kommen die Kollegen ohnehin aus der gesamten Region, so dass Fahrzeiten für viele kein Problem sind."

Seine Pläne stellte Edeka am Montag auf einer Pressekonferenz des Oberhausener Oberbürgermeisters Daniel Schranz vor. Demnach will das Unternehmen ein neues Zentrallager auf einem Areal der "logport ruhr" in Oberhausen-Waldteich, unmittelbar an der A3, errichten. Das dort zur Verfügung stehende Gelände umfasst 290.000 Quadratmeter. Dort sollen einmal 1000 Arbeitsplätze entstehen. Die Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen und innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen sein.

Das Gelände in Moers soll weiterhin genutzt werden. In welchem Umfang, steht noch nicht fest. "Wir werden darüber in Kürze mit Edeka reden", sagte ein Sprecher der Stadt Moers. Sowohl die Kommune als auch Edeka hatten lange versucht, eine geeignete Fläche in Moers zu finden. Derzeit sind Verwaltung und Lager noch an der A 40 an der Chemnitzer Straße untergebracht.

Die neue Verwaltung auf dem Gelände an der Rheinberger Straße in Utfort umfasst auf vier Etagen zusammen über 24.000 Quadratmeter, auf denen Büroflächen sowie ein Schulungszentrum geplant sind. An gleicher Stelle in Utfort sollen auch ein E-Center, ein Trinkgut-Getränkemarkt sowie weitere Dienstleister und Geschäfte angesiedelt werden.

Die Fläche dort ist mit 125.000 Quadratmetern weniger als halb so groß wie das Areal, das Edeka für sein Lager in Oberhausen bebauen will.

Die schiere Größe des Projekts erklärt auch, warum Stadt Moers und Edeka trotz gegenseitigen guten Willens nicht handelseinig wurden. Die einzige Fläche in entsprechender Größenordnung hätte in Moers-Kohlenhuck zur Verfügung gestanden. Allerdings ist dort laut Regionalplan eine Industriefläche vorgesehen. "Das zu ändern, hätte viel zu lange gedauert, wenn es denn überhaupt geklappt hätte", sagt Edeka-Sprecher Gerd Koslowski, Er versichert, dass sein Unternehmen Verwaltung und Lager gerne an einem Ort behalten hätte. Aber in Moers habe es keine Alternativfläche gegeben, und Edeka habe auch die künftige Expansion berücksichtigen müssen.

Von dem Logistikzentrum in Oberhausen aus werden künftig knapp tausend Edeka-, Marktkauf- und Trinkgut-Märkte in der Rhein-Ruhr-Region versorgt werden. Täglich 20.000 Artikel sollen dort umgeschlagen werden.

Quelle: RP
 
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