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Moers
So lernen Senioren Stürze zu vermeiden

Moers: So lernen Senioren Stürze zu vermeiden
Koordination, Balance und Reaktionsfähigkeit werden mit Hilfe von speziell auf die Möglichkeiten von Senioren zugeschnittenen Übungen geschult. FOTO: kdi
Moers. In einem Moerser Gesundheitszentrum lernen Senioren, wie sie Stürze verhindern können. Die Resonanz ist riesig. Auch andere Anbieter haben Senioren längst als wichtige Zielgruppe entdeckt. Von Cornelia Brandt

Fit und gesund bleiben, körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter, das wollen alle Senioren. Damit das funktioniert, kann jeder Einzelne eine Menge dafür tun. Um im Alter möglichst lange selbstständig leben zu können, ist Bewegung eine Voraussetzung. Denn alle körperlichen Funktionen, die nicht mehr eingesetzt werden, werden automatisch abgebaut. Im Gesundheitszentrum Becker Plus am Averdunkshof gibt es jetzt spezielle Kurse für Menschen ab 60, die dazu beitragen, die Selbstständigkeit der Senioren zu erhalten und Stürze zu verhindern.

Mehr als 80 Anmeldungen konnte Inhaber Jörn Becker zur Start verzeichnen. Mit einer so großen Resonanz hatte er nicht gerechnet, das zeige aber, welchen Stellenwert das Thema Gesundheit und Prävention bei älteren Menschen einnehme. Koordination, Balance und Reaktionsfähigkeit werden in den Kursen mit Hilfe von speziell auf die Möglichkeiten von Senioren zugeschnittenen Übungen geschult. Krafttraining und die Entwicklung von Anti-Sturz-Strategien stehen ebenfalls auf dem Programm. Dabei werden auch die häufigsten Stolperfallen im eigenen Zuhause, wie etwa Teppichkanten, aufgedeckt. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. "Der älteste Teilnehmer ist zur Zeit 82", sagt Edda Karlsson. Die Diplom-Sportwissenschaftlerin leitet die Präventionskurse und achtet darauf, dass jeder im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten trainiert.

Die meisten Krankenkassen beteiligen sich an den Kursgebühren. "Die Kosten sind im Vergleich zu einem Oberschenkelhalsbruch, der durch die Fallprävention verhindert werden kann, für die Krakenkassen gering", erklärt Karlsson. Denn so ein Oberschenkelhalsbruch bedeute im Alter nicht bloß eine vorübergehende Verletzung. "Für viele Senioren ist das der Beginn des Verlustes der Selbstständigkeit. Sie sind nicht mehr oder nur noch eingeschränkt mobil, können ihren Haushalt nicht mehr selbst versorgen, fühlen sich unsicher in ihren Bewegungen. Manche müssen sogar dauerhaft in ein Pflegeheim." Und Spaß mache den Teilnehmern die gesunde Sache außerdem: "Die meisten genießen es, hier zweimal die Woche ihre festen sozialen Kontakte zu haben", weiß die Kursleiterin.

Auch andere Institutionen haben Senioren als neue Zielgruppe entdeckt. So bietet die VHS in Moers Kurse wie etwa "Geistig fit bis ins hohe Alter durch den Computer", im April startet der Kursus "Word für aktive Senioren" und im Juni "Wer rastet der rostet – Internet für aktive Senioren". Die Lesung von Henning Scherf, "Das Alter kommt auf meine Weise - über Lebenskonzepte von heute für morgen", widmet sich ebenfalls dem Thema Älterwerden.

Quelle: RP
 
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