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Nettetal
Ferienbetreuung auf dem Neyenhof

Nettetal. Als Standort für das diesjährige Sommerferienprogramm hat die Stadt Nettetal den Neyenhof gewählt. Die Kinder können dort noch zwei Wochen lang spielen, basteln und kochen. Das Motto: "Suntastischer Ferienspaß". Von Emily Senf

Lukas ist gleichermaßen fasziniert und auch ein bisschen abgestoßen. Mit seinen Fingern zerpflückt der Achtjährige eine Milchschnitte, legt die braunen Teigplatten zur Seite und schabt die weiße Füllung in eine Schüssel. Die Milchcreme klebt, die Platten zerbröseln - es ist eine große Matscherei. Aus den Überresten in der Schüssel soll im nächsten Schritt ein Milchshake werden. Lukas kichert. "Ich mag gar keine Milchschnitten", sagt der Junge.

Zum ersten Mal hält die Stadt Nettetal ihr Ferienprogramm für Kinder auf dem Neyenhof in Leuth ab. "Wir sind jedes Mal woanders", sagt Betreuer Dennis Gerullis. Seit Ostern 2012 organisiert der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie das Betreuungsangebot jeweils für die Oster-, Herbst- und die erste Hälfte der Sommerferien. Jedes Mal steht es unter einem anderen Motto. Dieses Mal heißt es "Suntastischer Ferienspaß". "Wir hatten folglich auf ein bisschen mehr Sonne gehofft", sagt Gerullis, "aber wir waren auch so mit den Kindern häufig genug draußen." Die erste Ferienwoche ist rum, heute startet die zweite Gruppe. Plätze sind nicht mehr frei.

Zu Anfang vergangener Woche haben die 32 an dem Betreuungsprogramm teilnehmenden Kinder vor allem gebastelt und den neuesten Trend - Loom-Armbänder - hergestellt. Der neunjährige Nico hat 18 Gummi-Armbänder gemacht und ein Freundschaftsband geknüpft. "Natürlich in Schwarz, Rot und Gold", sagt der Junge, denn es diente als Glücksbringer für das gestrige Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. Auch in die Haare hatte er sich den Stoff flechten lassen - in den Farben von Borussia Mönchengladbach. Am Mittwoch, dem bislang regenreichsten Tag, fuhren die sechs Betreuer aus den Bereichen Jugendpflege, -berufshilfe, Schulsozialarbeit und Kindertagespflege mit den Kindern in den Duisburger Zoo. "Das war sehr cool", sagen Leonard (6) und Lukas (8). Vom Wetter hat sich wenigstens der Jüngere der Brüder nicht die Stimmung vermiesen lassen. "Es gab tolle Pfützen", sagt er aufgeregt.

Insgesamt ist auf dem Neyenhof drei Wochen lang von 9 bis 16 Uhr Programm. Manche Kinder sind nur jeweils eine da, andere, wie der zwölfjährige Julian, bleiben zwei Wochen oder sogar länger. Der Junge nimmt an dem Angebot zum zweiten Mal teil. "Ich finde es gut, dass wir so viel draußen sein können", sagt er, während er auf dem Ast eines Baumes sitzt. Für ihn wird es wahrscheinlich das letzte Mal gewesen sein. Im nächsten Jahr ist er für das Betreuungsprogramm der Stadt zu alt.

Die Kinder auf dem Neyenhof sind zwischen sechs und zwölf Jahre alt und stammen aus allen Teilen Nettetals. 25 Euro kostet die Ferienbetreuung. Wer sein Kind in die Früh- (ab 7.30 Uhr) oder Spätbetreuung (bis 17.30 Uhr) gibt, zahlt zehn Euro dazu. "Das Jugendamt hat einen großen Bedarf an Kinderbetreuung in den Ferien gesehen und deshalb das Angebot ins Leben gerufen", sagt Organisatorin Alina Krischer vom Familienbüro.

Unter ihrer Anleitung zersetzen Hannah (7) und Leni (6) mit einem Rührstab Himbeeren. Sie schütten Orangensaft dazu und bieten ihren Obst-Cocktail hübsch verziert zum Trinken an. Für jede Kreation denken sie sich einen Namen aus. Die Himbeer-Orange-Variante taufen sie "süße Süßerei".

Quelle: RP
 
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