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Neuss
Scheibenschützen schenken St. Quirin einen "Sebastianus"

Neuss: Scheibenschützen schenken St. Quirin einen "Sebastianus"
Ehrenmajor Krüll und Major Zils überreichen die 500 Jahre alte Skulptur an Oberpfarrer Guido Assmann und Kirchenvorstand Martin Flecken.
Neuss. Der heilige Sebastianus als Patron aller Schützen zieht in die Kirche St. Quirin ein: Die Scheibenschützen schenken ihr eine wertvolle, 500 Jahre alte Kalkstein-Figur, die ihren Platz an einem Pfeiler zwischen Haupt- und Seitenschiff der Münsterbasilika finden wird. Kardinal Woelki wird das Kunstwerk während des Schützenhochamtes am Sonntag segnen.

Die Neusser Scheibenschützen-Gesellschaft führt sich auf eine Sebastianus-Bruderschaft zurück, die am 1. November 1415 gegründet wurde. Doch obwohl sich die Schützenbrüder bereits seit 600 Jahren in der Quirinuskirche versammeln, fehlt bisher eine Sebastianus-Darstellung in dem Neusser Gotteshaus. Dieses Manko, vor Jahresfrist vom ehemaligen Museumsdirektor Max Tauch angesprochen, beseitigt nun der Zug der Neusser Scheibenschützen. Er stiftet in Erinnerung an die Gründung der Bruderschaft vor 600 Jahren eine Skulptur des heiligen Sebastianus.

Der Zug um Major Hans-Peter Zils und seinen Vorgänger Dieter Krüll erwarb das historische Kunstwerk im Kunsthandel und schenkt es der Kirchengemeinde St. Quirin. Die Finanzierung sicherten Spenden der Schützenbrüder. Die Stein-Skulptur wurde wahrscheinlich in der Champagne gearbeitet. Wegen des Werkstoffs ist die Figur eine außergewöhnliche Ergänzung der in der Münsterkirche zu sehenden Kunstobjekte. Sie harmoniert mit der Ausstattung der mittelalterlichen Basilika. Eine dezente farbliche Fassung hebt sie heraus.

Für die Kirchengemeinde dankten Oberpfarrer Msgr. Guido Assmann und Kirchenvorstand Martin Flecken für das großzügige Geschenk, das eine Bereicherung für die Neusser Hauptkirche darstelle.

(lue-)
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