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Neuss
Ein Buch zur Ausstellung von Markus Karstieß

Neuss. Die Schau "Irden" von Markus Karstieß im Siza-Pavillon auf der Raketenstation wird verlängert.

Die Ausstellung mit den Werken des Düsseldorfer Künstlers Markus Karstieß auf der Raketenstation ist verlängert worden. Die Schau im Siza-Pavillon mit dem Titel "Irden", die ursprünglich am 7. August hätte beendet werden sollen, läuft nun bis zum 4. September. Die Finissage wird mit einer Buchpräsentation und einer Signierstunde um 16 Uhr verknüpft.

Die Stiftung Insel Hombroich gibt nämlich anlässlich der Ausstellung von Kartsieß eine Publikation heraus. In dieser nähert sich Markus Karstieß fotografisch dem Zusammenspiel seiner Arbeiten mit den Gegebenheiten des Ortes Hombroich. Neben Karstieß' Fotografien umfasst die Publikation auch ein Gespräch zwischen dem Künstler und dem in Hombroich ansässigen Sammler Volker Kahmen sowie weitere Texte von Jannis Kounellis, Frank Boehm und Friedrich Meschede in Deutsch, Englisch und Italienisch.

Karstieß wurde 1971 geboren, hat von 1992 bis 1998 an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von . Jannis Kounellis studiert. Der Bildhauer, der in Solingen lebt, sein Atelier in Düsseldorf hat, hatte 2005 bei einem Aufenthalt auf der Raketenstation - als Stipendiat von "Rakete"-Künstler Katsuhito Nishikawa - so etwas wie ein künstlerisches Schlüsselerlebnis Er traf auf Lucio Fontanas Keramik-Relief "Il Sole" von 1952, was für sein eigenes Schaffen von entscheidender Bedeutung werden sollte. Noch während seines Aufenthalts auf der "Rakete" begann Karstieß erste künstlerische Versuche mit dem Material Ton und entwickelte in der Folgezeit eine eigene Herangehensweise und Formensprache.

In einer heutzutage seltenen Konzentration auf einen Werkstoff entwickelte er in der Folgezeit seine eigene bildhauerische Sprache mit dem Material Keramik. Die Ausstellung zeigt Karstieß' künstlerische Entwicklung bis in die Gegenwart.

In seiner Kunst spielt der Raum eine große Rolle: Karstieß bemächtig sich seiner und schafft gleichzeitig einen neuen. Und er geht geht davon aus, dass man der Erde etwas zurückgeben muss, wenn man ihr etwas wegnimmt. Diesen Schwerpunkt im Grenzbereich zwischen Architektur und Skulptur teilt Karstieß mit der Stiftung Insel Hombroich.

Quelle: NGZ
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