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Neuss
Evangelische Gemeinden empfangen Gäste aus Politik und Kirche

Neuss. Vertreter aus Kirche und Politik haben sich zum Neujahrsempfang des Verbandes der evangelischen Kirchengemeinden in Neuss in der Reformationskirche getroffen. Pfarrer Sebastian Appelfeller erinnerte in der Andacht an das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, die alle den gleichen versprochenen Lohn bekamen, egal wie viel sie gearbeitet hatten. Empfundene Ungerechtigkeiten lassen Verunsicherung entstehen, das gehe auch bis in die Gemeinden. Appelfeller warb daher für einen anderen Blick und eine gerechte Verteilung, ohne auf den eigenen Vorteil zu blicken. Von Ute Böhm

Der geplante Vortrag zur religiösen Erziehung in den Schulen musste kurzfristig ausfallen, da der Dozent erkrankt war. Appelfeller gestaltete dafür sein Grußwort etwas ausführlicher. Er wollte vor allem Dank aussprechen an die Mitstreiter in der Kirchenarbeit. Mit Blick auf das Reformationsjubiläum, das mit dem Reformationstag beginnt, erinnerte Appelfeller an verschiedene Veranstaltungen, in denen die Ökumene eine Rolle spielt: "Das zeigt, dass wir zwar getrennt gestartet, aber zusammen angekommen sind." Daher ging auch ein Dank an Oberpfarrer Monsignore Guido Assmann für eine stets unkomplizierte Zusammenarbeit der beiden Konfessionen in Neuss.

Mit Blick in die Zukunft versicherte Appelfeller auch, dass die anstehende Verwaltungsreform für die Gemeindemitglieder so gestaltet werden soll, dass es weiterhin direkte Ansprechpartner in den Gemeinden gibt. Lediglich der Verwaltungsapparat hinter der Gemeinde mit Finanz- oder Liegenschaftsverwaltung soll an einen neuen Standort in Rheydt ziehen. Auch Dietrich Denkers, Superintendent des Kirchenkreises Gladbach-Neuss, schloss sich dem Dank an die Mitarbeiter in den Gemeinden an. Er erklärte, er sei überzeugt, dass gute Lösungen für die Neustrukturierungen gefunden werden. Guido Assmann bestätigte die unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen katholischen und evangelischen Gemeinden noch einmal: "Es gibt vieles, das wir zusammen tun können, vor allem in den Schulen, denn in Neuss sind die Kirchen willkommen."

Quelle: NGZ
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