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Neuss
Linke fordert Sondersitzung des Rates zum Stadtbad

Neuss. CDU will eine politische Diskussion über das Bäderkonzept und dessen Einbindung in die Sportentwicklungsplanung.

Der marode Zustand des Stadtbades ist für die CDU-Fraktion symptomatisch für den Sanierungsstau in der Sport-Infrastruktur. Wenn der nun aufgelöst wird, wie Fraktionspressesprecher Hermann-Josef Baaken mit Hinweis auf die anstehende Diskussion eines Sportentwicklungskonzeptes betont, müsse auch die Bäderlandschaft in den Blick genommen werden. Einzig mögliche Schlussfolgerung der Union: Das Bäderkonzept muss in den Sportentwicklungsplanung integriert werden.

Bislang hat das Thema und die damit verbundene Suche nach einer Alternative für das Stadtbad an der Hafenstraße nur die Stadtwerke-Geschäftsführung, einen von dieser beauftragten Gutachter und den geheim tagenden Aufsichtsrat der Neusser Bäder und Eissporthalle GmbH (NBE) beschäftigt. Doch das soll nicht so bleiben. "Wir wollen die Inhalte dieser Überlegungen möglichst bald kennen und diskutieren", sagt Baaken.

Die Fraktion "Die Linke geht sogar noch einen Schritt weiter. Sie hat den Bürgermeister aufgefordert, eine Sondersitzung des Rates einzuberufen. Wichtigster Tagesordnungspunkt: "Die Zukunft des Stadtbades". "Es zeugt von mangelndem Demokratieverständnis, wenn die Stadtverordneten erst aus der Zeitung erfahren, dass eine feste Neusser Institution wie das Stadtbad zur Disposition steht", schimpft der Linken-Stadtverordnete Vincent Cziesla. Seine Fraktion möchte einen Anweisungsbeschluss des Rates erwirken, mit dem die Aufsichtsratsmitglieder der von der Stadt dominierenten Stadtwerke auf ein klares Nein zu einer Schließung des Bades fesgelegt werden.

"Schwimmen", begründet Baaken die Forderung der CDU-Fraktion, "ist die Gesundheitsvorsorge schlechthin." Ein entsprechendes Angebot zu schaffen beziehungsweise aufrecht zu erhalten, sei elementar für die Sportinfrastruktur. "Wir brauchen kein Wellenbad", sagt Baaken mit Blick auf ein - zuletzt weniger genutztes - Angebot des Stadtbades. "Wir brauchen eine Grundversorgung." Ein Bad in der Innenstadt zählt die CDU genauso dazu wie die linke Fraktion. Das Stadtbad, so Cziesla, sei für Schulen und Vereine aber auch für die Innenstadtbewohner unverzichtbar."

(-nau)
 
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