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Neuss
"Neuss Now" - die Plattform für Bands

Neuss: "Neuss Now" - die Plattform für Bands
Edge of Abyss gehörte zu den Bands, die bei "Neuss Now" im Haus der Jugend dafür sorgten, dass das Festival so gut wie ausverkauft war. FOTO: Woi
Neuss. Das Musikfestival "Neuss Now" feiert Jubiläum und hat insgesamt 19 Bands jedweder Musikrichtung zum 25-Jährigen des Klassentreffens zusammengerufen. Gefeiert wurde im weitgehend ausverkauften Haus der Jugend. Von Martin Horn

Mitglieder, Unterstützer, Beobachter und Kritiker der Neusser Musikszene sind sich seit langem darüber einig, dass sich das künstlerische Niveau in der Stadt auf permanent sehr hohem Level bewegt. Ein fester Termin im Jahreskalender - und somit unverzichtbare Basisarbeit - ist seit einem beachtlichen Vierteljahrhundert das Musikfestival "Neuss Now", das mittlerweile im Haus der Jugend am Hamtorwall seine Heimat gefunden hat. Und da es in diesem Jahr mal so richtig was zu feiern gab, zählt das Line-up die Namen von 19 Bands auf.

Seit jeher ist es Brauch, jungen und meist unbekannten Bands eine Plattform zur Präsentation zu bieten. Einen Probenraum zu finden, ist für viele Newcomer schon nicht leicht, ein Bühnenauftritt vor Publikum manchmal unerreichbar. Und nicht wenige haben in der Vergangenheit die Gelegenheit genutzt, um - weit über die Neusser Grenzen hinweg - auf sich aufmerksam zu machen. "So hatten wir das immer vor, das ist der Anfangsgedanke", sagt Mitorganisator Janosch Holland. Als Bandmitglied von The Tips weiß er, wovon er spricht: "Das Wochenende kann man mit einer Messe vergleichen, eine Leistungsschau, bei der jede Band zeigen kann, was sie drauf hat, und jeder Zuhörer kann mit ,seiner' Musik Spaß haben". Die Stilrichtungen sind in der Tat mehr als mannigfaltig: Grunge und Folk, HipHop und Reggae, Psychedelic und Metal, Rock und Pop - was sich wegen der stilistischen Gegensätzlichkeit in der Aufzählung anhört wie Feuer und Wasser. Aber genau das war und ist das Geheimnis von "Neuss Now".

Als Hommage an die Veranstaltung darf man den Auftritt zweier Legenden verstehen, als nämlich die Punker von A.K.E.! und Murdock beweisen, dass sie ihr Handwerk immer noch verstehen. Die vor zehn Jahren formierte Metalband war 2007 übrigens Rockförderpreisgewinner. Das wollen viele der anderen Bands auch noch werden, auch wenn manch ein Teilnehmer selber das Alter von "Neuss Now" noch gar nicht erreicht hat. Von David Foerster, dem zweiten verantwortlichen Organisator, gibt es auch schon ein Bühnenfoto, das ihn als Gewinner mit dem Bürgermeister zeigt. Mit seiner Band Wastones ist er amtierender Sieger und gibt sich entspannt, was den dreitägigen Ablauf angeht: "Jede Band hat auf der Bühne eine halbe Stunde Zeit, dann wird ab- bzw. umgebaut. Und wir garantieren den Leuten so jede Menge unterschiedlichster Gigs, da ist für jeden was dabei."

Den Reaktionen der vielen Zuschauer nach zu urteilen, liegt er mit seiner Einschätzung richtig, und ein an beiden Tagen ausverkauftes Haus der Jugend belegt dies eindrucksvoll.

Pia Leander (18) macht draußen derweil eine Zigarettenpause, die Neusserin spricht wohl für die meisten: "Das sind drei echt coole Tage, immer wieder gibt es musikalisch eine Abwechslung. Ich habe schon zwei Bands gehört, die mich total begeistert haben, deren Namen ich aber bis heute noch nie gehört hatte." Und für das Festival kann es eigentlich nur bedeuten, dass es in Neuss auch in Zukunft "Now" heißen wird.

Quelle: NGZ
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