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Neuss
Neuss will Verbindungen zu China wieder stärken

Neuss. Das Komitee für Partnerschaften und international Beziehungen will die Kontakte nach Fernost unterstützen. Von Simon Janssen

Noch stecken die Überlegungen in den Kinderschuhen, doch wenn es nach dem Neusser Komitee für Partnerschaften und internationale Beziehungen geht, könnte sich das bald ändern - die Beziehungen zwischen Neuss und China sollen, wenn möglich, wieder ein wenig enger werden. "Noch ist es zu früh, von einer Städtepartnerschaft zu sprechen, wir sondieren gerade vorsichtig, welche Verbindungen es bisher schon gab", sagt Ratsmitglied Angelika Quiring-Perl (CDU).

Ins Rollen kamen die Überlegungen durch eine zufällige Bekanntschaft im Flugzeug. Dort lernte der Beigeordnete Stefan Hahn Yuan He kennen. Die gebürtige Pekingerin organisierte unter anderem das "Chinajahr in Köln" und sagte auch den Neussern ihre Hilfe zu. Die Freiberuflerin ist zudem für die Vermittlung diverser Wirtschaftszweige sowie von Bildung und Kultur in China tätig.

Auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke freut sich über die große chinesische Gemeinschaft in der Stadt und betonte jetzt beim Neujahrsfest im Restaurant Neu Shanghai die Bedeutung der Verbindung zwischen Neuss und China.

Laut Angelika Quiring-Perl wurde bei der letzten Sitzung des Komitees beschlossen, dass bereits bestehende Kontakte aufgelistet werden, um einen Überblick zu erhalten, in welchen Unternehmen, an welchen Schulen oder in welchen Familien Verbindungen nach Chins bestehen: "Viele Neusser Firmen haben einen Sitz in China." Über sein Anliegen will das Komitee per Newsletter informieren. Bis zur nächsten Sitzung im Herbst sollen die gesammelten Reaktionen ausgewertet werden. "Für uns war zunächst mal die Frage wichtig, wie wir solche Kontakte unterstützen können", sagt das Mitglied des Komitees für Partnerschaft und internationale Beziehungen.

Die Stadtverwaltung hatte bereits im Jahr 2003 erste Kontakte und persönliche Begegnungen mit der chinesischen Stadt Ruian. Diese Kontakte wurden vordergründig über das Amt für Wirtschaftsförderung gepflegt, froren im Laufe der Jahre jedoch ein. Nun könnte der Kontakt wieder aufgenommen werden - auch wenn dies laut Angelika Quiring-Perl kein leichtes Unterfangen sei. "Man müsste zunächst klären, ob es da überhaupt Bestrebungen gibt", sagt das Ratsmitglied.

Quelle: NGZ
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