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Nachruf
Neusser FDP trauert um Gerhard Raithel

Neuss. Uedesheim (NGZ) Eine politische Karriere im Neusser Stadtrat blieb ihm verwehrt, denn als Ministerialrat im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium und späterer Referent der Landtagsfraktion durfte Gerhard Raithel zwar Parteimitglied sein, aber kein Mandat haben. So konzentrierte sich der gebürtige Franke und Wahl-Uedesheimer auf die Arbeit in der Neusser FDP und wirkte erst spät in Ratsgremien. Zuletzt setzte sich der kunst- und feinsinnige Liberale vehement für die Annahme einer Jugendstilsammlung ein, doch die Entscheidung über diese Schenkung wird er nicht mehr erleben. Raithel starb am Wochenende im Alter von fast 76 Jahren.

Raithel kam zum Studium der Nationalökonomie nach Köln und blieb im Rheinland. Er fühlte sich wohl, auch wenn er seinen Hobbys - dem Segeln und Bergsteigen - hier nicht frönen konnte. Aber er fand andere Felder für ein breites Engagement. Im Entwicklungshilfeverein Sarvodaya Deutschland kümmerte er sich zum Beispiel nach dem verheerenden Tsunami 2004 um Projekte wie das Kinderheim in Kosgama/Sri Lanka, das zehn Jahre lang von Neuss aus gefördert wurde.

"Gerhard Raithel gehört zu den FDP-Mitgliedern, die in Nordrhein-Westfalen die liberale Sache mit Engagement und Mut verteidigten, auch wenn das nicht immer einfach war", erinnert die Ehrenvorsitzende Heide Broll an einen Mitstreiter, der in der Neusser FDP lange Schatzmeister war. Zuletzt wirkte er als sachkundiger Bürger im Bezirksausschuss Uedesheim mit.

Quelle: NGZ
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