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Neuss
SPD bewegt sich beim Hammfeld II auf Ideen des Investors Krieger zu

Neuss. Edda Metz muss man von der Idee, das Gewerbegebiet Hammfeld II zu entwickeln, nicht überzeugen. Statt dessen versucht die Geschäftsführerin der "Krieger Projektentwicklungs- und Bau GmbH" aktuell ihrerseits, in der Politik Überzeugungsarbeit zu leisten. Das tut sie nicht ohne Erfolg. Die SPD, die bis zum Schluss gegen das von Krieger gebaute Höffner-Möbelhaus opponiert hat, arrangiert sich mit den geschaffenen Tatsachen und zeigt sich bei der Frage künftiger Nutzungen auf den Flächen zwischen Möbelhaus und Galopprennbahn "beweglich", wie es der Bürgermeisterkandidat Reiner Breuer formuliert. Ein Freibrief ist das nicht. Von Christoph Kleinau

Aus Sicht der Projektentwickler würde die SPD damit zum Kreis derer stoßen, die etwas Gutes für die Stadt tun. Denn mit dem Grundsatzbeschluss, den Bürgermeister Herbert Napp Mitte Juni in seiner letzten Ratssitzung (der letzten vor der Wahl im September) herbeiführen will, "kommt eine Menge Geld herein", wie es Metz ausdrückt. Das weiß auch Kämmerer Frank Gensler, der aktuell den Etat für 2016 aufstellt und schon jetzt ein Defizit von fast 15 Millionen Euro ausmacht.

Für Breuer ist das kein Totschlagargument: "Wir hätten auch kein Problem damit, die Flächen liegen zu lassen", sagt er, denn an Wert werde sie bestimmt nicht verlieren. "Aber wir erkennen die Notwendigkeit einer Verknüpfung zwischen Innenstadt und Hammfeld", fügt er hinzu. In zwei Gesprächen mit Edda Metz hätte seine Fraktion dazu klar gemacht, dass sie städtebauliche und architektonische Standards, die mit den anderen Fraktionen noch zu entwickeln seien, dabei zur Messlatte machen wird. Eine Stückwerksplanung, bei der jeder Erwerber nur seine eigene Immobilie sieht, sei abzulehnen. Breuer und die SPD fordern ein klares Design für die Stadt, dann seien sie auch in Verhandlungen über die Nutzung zu Zugeständnissen bereit. "Wir haben aber Innenstadt und Einzelhandel weiter im Blick", sagt Beuer.

Daran, dass das Land sein neues Landesrechenzentrum an der Hammer Landstraße baut, glaubt die SPD noch nicht. Aber der Fall brächte Metz auch nicht aus der Ruhe. "Dann kommt was anderes. Das Gelände schreit danach, wachgeküsst zu werden", sagt sie.

Quelle: NGZ
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