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Radevormwald
Busbahnhof soll attraktiver werden

Radevormwald. Die CDU beantragt eine "Grundreinigung" oder "Grundsanierung" des Busbahnhofs an der Poststraße. Die Fraktion sieht den Platz für die ÖPNV-Nutzer als "Tor zu Radevormwald". Im Haushalt 2017 sollen dafür Mittel bereitgestellt werden. Von Wolfgang Scholl

Über den Weg des Bauausschusses möchte die CDU-Fraktion eine Grundsanierung des Busbahnhofs an der Poststraße erreichen. Das geht aus einem Antrag an den Ausschussvorsitzenden Arnold Müller (SPD) hervor. Die Stadtverwaltung soll beauftragt werden, zu klären, durch welche Maßnahmen "möglichst unter Beibehaltung der bestehenden Baulichkeiten" es kostengünstig möglich ist, den Busbahnhof in der Innenstadt dauerhaft in einen einladenden, sauberen und deutlich besseren Zustand zu versetzen. Der Busbahnhof sei in einem äußerst schlechten, unattraktiven Zustand. Er könne sogar als "verwahrlost" betrachtet werden. Zudem soll geklärt werden, wie und durch wen dafür gesorgt werden kann, dass der Busbahnhof täglich gereinigt und in Ordnung gehalten wird.

Sollten Umbauarbeiten dafür möglich sein, soll auch darüber gesprochen werden. Die geschätzten Kosten sollen den Fraktionen zeitgerecht mitgeteilt werden, damit sie in die Haushaltsplanberatungen einfließen können, fordern der Fraktionsvorsitzende Dietmar Busch und der Fraktionsgeschäftsführer Rolf Schulte.

Die CDU-Fraktion begründet ihren Antrag damit, dass die Innenstadtsanierung erfolgreich ihrem Ende entgegen geht. Für Busfahrgäste sei der Busbahnhof "eine Art Tor zu Radevormwald". Der Busbahnhof war im Zuge des Umbaus zum Schlossmacherzentrum zu Beginn der 1980er Jahre entwickelt worden. Weil er in Teilen auf dem alten Bahnhof steht, war dort auch das alte Signal aufgebaut worden. Mit der Erneuerung soll auch ein Beitrag zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Fahrgäste geleistet werden.

Aktuell leeren Mitarbeiter des Betriebshofes regelmäßig die Papierkörbe am Betriebshof. "In den vergangenen Wochen haben unsere Mitarbeiter an einigen kleineren Stellen das Pflaster ausgebessert", sagt Norbert Petri, Leiter des Betriebshofes. Graffiti würden wegen der chemisch besonderen übereinander gesprühten Farben in Abständen von einer Spezialfirma im Auftrag des Technischen Bauamtes entfernt. Das größere Problem sei deshalb derzeit das "Scratchen", das Zerkratzen der Scheiben durch spitze Gegenstände an den einzelnen Bushaltestellen. Einige Scheiben seien vor einiger Zeit ausgetauscht worden. Die öffentlichen Toiletten Oststraße und Busbahnhof werden im Auftrag der Gebäudewirtschaft täglich gereinigt und danach abends auch abgeschlossen und am frühen Morgen wieder geöffnet.

Auf der Seite des Schlossmacherplatzes hat der neue Eigentümer Armin Hinz mit Verwalter Contec damit begonnen, nach dem Gehweg auch die Fassade zu sanieren. Die Fensterfronten im Erdgeschoss neben den Bushaltestellen sind im Frühsommer ausgetauscht worden. Zudem soll Werbung die Fassade attraktiver aussehen lassen.

Aus Sicht des Ordnungsamtes gibt es im Umfeld des Busbahnhofes derzeit nicht überproportional mehr Zerstörungen und Vandalismus als an anderen Stellen in der Stadt. Das berichtet Ordnungsamtsleiter Jochen Knorz. Der Gruppe, die sich im Umfeld der Toiletten am Busbahnhof oft aufhält, werde regelmäßig erklärt, dass ihr Aufenthalt dort nicht gewünscht sei. Einen Alternativstandort für die größere Gruppe hat die Stadt aber noch nicht gefunden.

Quelle: RP
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