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Radevormwald
Country und Cowboys in Honsberg

Radevormwald: Country und Cowboys in Honsberg
Sorgten gestern Mittag für richtig gute Stimmung am Haus der Dorfgemeinschaft in Honsberg: Olaf Hermann, Joe Sander und Oliver Janke (v.l.) von der "Johnny Cash Experience" überzeugten zusammen mit Schlagzeuger Thomas Pelzer einige hundert Besucher der Matinee. FOTO: flora treiber
Radevormwald. Die Band "Johnny Cash Experience" lockte gestern Mittag viele hundert Menschen vor das Dorfhaus in Honsberg. Die Dorfgemeinschaft freute sich über den großen Andrang. Im November treten dann Julian und Roman Wasserfuhr auf. Von Flora Treiber

Johnny Cash kommt nie aus der Mode. Seine Lieder kann man spätestens seit dem Kinofilm "Walk the Line" mitsingen, sein lässiger Look lässt Frauenherzen höher schlagen und seine raue Stimme andere Männer neidisch erblassen. Gut, dass sich Joe Sander all diese Eigenschaften des amerikanischen Country-Sängers zu Eigen gemacht hat, denn sein Publikum liebt dieses Gesamtbild.

Die "Cash-Gleichung" ging gestern Mittag auch in Honsberg auf, denn zu dem Konzert der Dorfgemeinschaft kamen unzählige Besucher. "Hier ist die Stimmung toll. Wir haben viele bekannte Gesichter wiedererkannt und freuen uns darüber, dass viele Zuhörer in Cowboystiefeln und Hut gekommen sind", sagt Joe Sander alias Johnny Cash, der 2013 das erste Mal in Rade auftrat. Er trägt die Haare perfekt gescheitelt und hat seine Stiefel auf Hochglanz poliert. Die anderen Musiker machen die "Johnny Cash Experience" komplett. Olaf Hermann, auch "Mr. St.-Blues" genannt, unterstützt beim Gesang, Oliver Janke steht an der Gitarre, und Thomas Pelzer ist der Schlagzeuger der Truppe.

"Der richtige Look ist wichtig, aber die Musik steht natürlich im Vordergrund. Wir spielen besonders gerne Titel, wie Hurt oder Ring of Fire - die Klassiker eben", sagt Pelzer. Die Leidenschaft für Johnny Cash teilen die Musiker mit ihrem Publikum. "Wir sind alle wirkliche Fans und hören uns an der Musik nie satt", sagt Sander.

Während er das nächste Lied anstimmt, tanzen auf der Wiese vor dem Haus der Dorfgemeinschaft Paare zu der Livemusik, andere holen sich ein Bier, essen eine Bratwurst oder statten dem Kuchenbuffet einen Besuch ab. "Ich konnte mir dieses Konzert nicht entgehen lassen, und ich bin wirklich nicht enttäuscht worden. Ich finde die Location toll, und die Musik ist der Hammer", sagt Günter Siebert.

Nicole Konrad, zweite Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, begrüßt die Country-Abwechslung, denn normalerweise wird in Honsberg nur Jazz gespielt. Für 2018 plant der Verein wieder zwei Konzerte mit Abwechslung. "Jazz ist super, und dafür sind wir bekannt, aber es ist schön, das Programm immer mal wieder mit neuen Musikern aufzulockern", sagt Konrad. An ihr und den anderen Mitgliedern der Dorfgemeinschaft ist die Country-Leidenschaft nicht vorbeigegangen. Gestern trugen sie karierte Halstücher und dunkle Jeans, um ihre Gäste stilecht zu bewirten.

Die Einnahmen des Konzerts wird die Dorfgemeinschaft wie jedes Jahr für die Instandhaltung des Vereinshauses am Talsperrenweg verwenden. "Das Dach muss gemacht werden, und unsere Heizung ist mittlerweile ziemlich alt. Wir können jeden Euro gebrauchen, um unser Heim in Schuss zu halten", sagte sie.

Nach zwei Stunden ging die "Johnny Cash Experience" mit lauten Gitarrenklängen zu Ende, und die meisten Besucher freuen sich schon jetzt auf das nächste große Konzert: Am 11. November kommen Julian und Roman Wasserfuhr nach Radevormwald. "Wir können es nicht abwarten, dass die beiden nach so vielen Jahren wieder zu uns kommen", sagt Konrad. Im November wird das Gelände der Dorfgemeinschaft dann sicher noch voller.

Quelle: RP
 
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