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Radevormwald
Das war der trockenste September im Wuppergebiet seit 1959

Radevormwald. Der Sommer hatte sich noch sehr wechselhaft gezeigt, und insbesondere der Juni war sehr regenreich. Doch der September zeigte sich im Wuppergebiet von seiner sonnigen und trockenen Seite und brachte teilweise herrliches Spätsommerwetter, teilte jetzt Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbands, mit. Wie dessen Niederschlagsauswertung zeigt, lagen die Regenmengen im gesamten Vormonat zwischen zwölf Litern pro Quadratmeter an der Messstelle Hückeswagen (Kläranlage Wupper-Vorsperre) und 33 Litern in Marienheide (Brucher-Talsperre). "An allen Messstationen im Wuppergebiet regnete es deutlich weniger als im Durchschnitt", betonte Fischer.

Mit knapp 14 Litern Regen pro Quadratmeter lag der September an der Großen Dhünn-Talsperre um rund 81 Litern unter dem Durchschnitt. An der Bever-Talsperre regnete es mit nur 15 Litern pro Quadratmeter etwa 84 Liter weniger als im Durchschnitt.

Der bisher trockenste September im Wuppergebiet war der September 1959. Damals fielen im gesamten Monat lediglich sechs Liter Regen pro Quadratmeter an Bever-Talsperre und nur fünf an der Großen Dhünn-Talsperre.

Auch im ansonsten eher regenreichen Wuppergebiet gibt es gelegentlich sehr trockene Monate. Im April 2007 fielen an der Bever-Talsperre beispielsweise nur zwei Liter Regen im gesamten Monat, im Februar 1986 waren es insgesamt sieben und im November 2012 ganze neun Liter im gesamten Monat. Diesen Rekord konnte der September zwar nicht einholen, der Vormonat liegt aber immerhin auf Platz zwei als zweittrockenster September seit Beginn der Aufzeichnungen.

"Wenn es wenig regnet, zeigt sich dies auch an den Wasserständen in den Bächen", betont die Pressesprecherin. Diese führen zurzeit weniger Wasser als in Regenzeiten. Allerdings sei das momentan kein Anlass zur Besorgnis. Fischer: "Die Organismen im Bach sind auch an Trockenphasen angepasst." An der Wupper und der Dhünn werde in Trockenzeiten durch die Abgabe von Wasser aus Talsperren sogar ein Mindestwasserstand gewährleistet.

Der Wupperverband ist im Bergischen verantwortlich für die Wasserwirtschaft im gesamten Flussgebiet der Wupper. 14 Talsperren, elf Kläranlagen und 2300 Kilometer Gewässer bilden für etwa 950.000 Menschen im gesamten Verbandsgebiet einen wesentlichen Teil ihrer Lebensgrundlage.

(büba)
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