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Radevormwald
Ein Spielplatz für alle Generationen

Radevormwald: Ein Spielplatz für alle Generationen
Der Spielplatz im Schnellental wird sein Aussehen in den kommenden Wochen und Monaten entscheidend verändern. Er soll künftig von Jung und Alt, Groß und Klein gleichermaßen sportlich genutzt werden. FOTO: hans dörner (archiv)
Radevormwald. Schon seit Jahren bemüht sich der Bürgerverein für die Wupperorte, den Spielplatz Schnellental zu einer Fläche für alle Generationen mit vielen Möglichkeiten der sportlichen Betätigung umzufunktionieren. Jetzt endlich hat es geklappt. Von Joachim Rüttgen

Schnee und Eis haben sich verabschiedet, so langsam zieht der Frühling im Bergischen ein. In den kommenden Wochen wird sich so einiges auf dem Spielplatz im Schnellental verändern. Die Haushaltsplanberatungen im Bauausschuss ergaben, dass 20.000 Euro zur Verfügung stehen, um die Fläche aufzuwerten. Das war seit Jahren Wunsch des Bürgervereins für die Wupperorte, der den Kinderspielplatz zu einem Mehrgenerationenprojekt umfunktionieren wollte.

"Doch die Stadt lehnte das Bürgervereinsprojekt ab. Jetzt aber die erfreuliche Nachricht, dass die Stadt unseren Antrag doch noch genehmigt hat", schreibt der Vorsitzende Herbert Moeselaken. Zuvor hatte es zahlreiche Gespräche gegeben, die jetzt zu einem erfreulichen Ende geführt haben.

"Wir werden dort Sportgeräte für Jung und Alt aufstellen, die wir schon gemeinsam mit dem Bürgerverein ausgesucht und mittlerweile auch bestellt haben", sagt Burkhard Klein vom Bauamt. Die ursprüngliche Idee, auch Anwohner mit in die Planungen einzubeziehen, habe man verworfen, da es keine unmittelbaren Anwohner gebe und somit der direkte Kontakt fehle. Die Geräte sollen im Frühjahr aufgebaut werden. "Da gibt es ganz schön lange Lieferfristen", sagt Klein. Sobald sich aber Frost und Schnee verabschiedet hätten, geht er davon aus, dass die Geräte lieferbar sind.

Dabei handelt es sich nach Angaben von Klein um sieben Fitnessgeräte, die vor allem die Gesundheit von Rücken, Hüfte, Armen und Beinen im Blick haben. Auch ein Handrad zur besseren Koordination und ein Gerät für Klimmzüge wurden bestellt. Außerdem sollen die Nutzer auch ihr Gleichgewicht trainieren und allgemein ihren Bewegungsdrang ausleben können. "Alle Geräte werden mit Anleitungen geliefert, damit die Nutzer sie auch ordnungsgemäß bedienen können und die Ausführung für eine korrekte Haltung sorgt", sagt Klein. Stehen die Geräte, ist die Stadt auch für den Unterhalt zuständig. "Wir behandeln den Spielplatz Schnellental dann künftig wie jeden anderen Spielplatz in der Stadt auch", sagt Klein. Die vorhandenen Geräte auf dem Platz wie der Kletterturm zum Beispiel bleiben erhalten - und es sollen noch neue Geräte hinzukommen, wie ein zweiter Turm mit Rutsche, so dass insgesamt neun neue Geräte den Spielplatz aufwerten sollen. 20.000 Euro stehen zur Verfügung, sind aber auch schnell aufgebraucht, "weil solche Geräte nicht gerade günstig sind", sagt Klein. Eine Fachfirma werde die neuen Geräte liefern und aufstellen.

Die Stadt betritt mit diesem Mehrgenerationenspielplatz Neuland. "Ich bin selbst gespannt, wie das funktionieren wird. Aber der Trend geht wieder hin zu den einst bekannten Trimm-Dich-Pfaden, nur dieses Mal mit Geräten", sagt Klein. Die Stadt sehe den Spielplatz im Schnellental als Testversuch und könnte sich gut vorstellen, dass auch künftig Senioren mit ihren Enkelkindern den Platz gemeinsam nutzen und sich sportlich betätigen.

Quelle: RP
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