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Radevormwald
Kita soll Standort der GGS Stadt stärken

Radevormwald: Kita soll Standort der GGS Stadt stärken
FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. In der nächsten Bauausschuss-Sitzung sollen die Planungsaufträge für den Umbau im Untergeschoss der Grundschule Stadt beauftragt werden. Mit dem Umbau soll schnell begonnen werden. Das Begegnungszentrum kommt bis 2018. Von Wolfgang Scholl

Mit großer Freude haben die Beteiligten im Rathaus die Informationen des Landes von Freitag aufgenommen, dass das Land zwei Umbaumaßnahmen an und in der Grundschule Stadt mit insgesamt einer Million Euro unterstützt. Die 70-Prozent-Förderung des Landes betrifft den Umbau des Untergeschosses der GGS Stadt zu einer dreizügigen Kita mit 50 Plätzen und den Bau eines Begegnungszentrums auf dem Vorplatz der zwischen der Grundschule und dem Familienzentrum.

"Wir haben uns wahnsinnig gefreut, dass wir vom Land berücksichtigt worden sind", sagt Bürgermeister Johannes Mans. Beide Umbaupläne waren im Mai schon mal beantragt, waren bei dem damals aufgelegten Programm aber nicht berücksichtigt worden. "Damals hat man uns mitgeteilt, wir sollten auf das jetzt im Herbst aufgelegte Förderprogramm für benachteiligte Quartiere warten", sagt Burkhard Klein, Leiter der Abteilung Bauverwaltung. Mit dem Bau der Kita wird die Stadt Radevormwald ein innovatives Programm für NRW starten.

Vom Besuch des Kindergartens bis zum Ende der Grundschulzeit sollen zum Beispiel Spracherwerb und Sprachkompetenz von Flüchtlings-, aber auch von deutschen Kindern gefördert werden. "Für die längere Begleitung von Kindern gibt es in Niedersachsen ein Forschungsprojekt. Wir setzen das jetzt um", sagen Mans und der Beigeordnete Frank Nipken, der berichtet, dass die städtischen Anteile in Höhe von etwa 600.000 Euro dafür schon in die Haushalte eingestellt sind. Der innovative Ansatz soll auch zur Stärkung des Standorts der Grundschule beitragen. Den Radevormwalder Vorteil sieht Schulamtsleiter Sönke Eichner in der guten Infrastruktur an der Carl-Diem-Straße. Neben den vorhandenen Räumen im Untergeschoss gibt es ein großes Außengelände und auch eine direkte Verbindung zum Evangelischen Familienzentrum Kottenstraße. Von dort ist schon im Mai signalisiert worden, dass man die Erweiterung der Kita um drei Gruppen oder 50 Kinder mittragen wird.

Umstritten war in der Grundschule bei Eltern und Lehrern der Umbau, weil eine größere Lärmbelästigung erwartet wird. "Schon jetzt haben wir beim Lärm gute Erfolge erzielt", sagt Frank Nipken. Auch von Lehrern habe es bereits eine positive Rückmeldung gegeben. Durch den Einbau der neuen Akustik-Decken in den Klassenräume habe man eine Lärmverringerung in den Klassenräumen, aber auch der gesamten Schule, erreicht. Durch eine Abtrennung des Außengeländes der Kita sollen auch dort Lärmreduzierungen möglich sein. "Es wird eine bauliche Grenze zwischen dem Kita-Bereich und Grundschulbereich geben", sagt Eichner. Für gestern Abend waren weitere Gespräche mit Eltern- und Lehrervertretern anberaumt, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Zweites Projekt wird bis zur Fertigstellung im Jahr 2018 der Bau eines Begegnungszentrums auf dem Vorplatz sein. Der multifunktionale Komplex mit Küche, Bistro- und Veranstaltungsbereich kann morgens von der Schule, mittags vom Offenen Ganztags und nachmittags zum Beispiel als Jugendcafé für städtische Aktivitäten genutzt werden. "Ziel dabei ist es, auch die Jugendlichen mit einzubinden", sagt Sönke Eichner. Als Nebeneffekt kann das alte Flachdach überd er Turnhalle bei dieser Aktion erneuert werden. "Wir schaffen die Synergien, die uns die Gemeindeprüfanstalt aufgegeben hat", sagt der Bürgermeister.

Quelle: RP
 
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