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Motorrad-Saison in Radevormwald
Polizei kontrolliert Biker am Uelfebad

Motorrad-Saison in Radevormwald: Polizei kontrolliert Biker am Uelfebad
An der Landstraße 414 am Uelfebad hatten sich die Verkehrsdienstbeamten postiert - und diese kleine Gruppe kontrolliert. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Zum Saisonauftakt der Kradfahrer führte die Polizei am Sonntag im Rahmen der Aktion "Netzwerk Kradfahrer" an mehreren Punkten im Kreis Geschwindigkeitskontrollen durch. Einige Temposünder gingen den Beamten ins Netz.  Von Cristina Segovia-Buendía

Das Wetter am Morgen, nass-kalt und grau, schien zunächst wenige und wenn überhaupt nur die hartgesottene Motorradfahrer für eine Tour durchs Bergische zu begeistern. Dennoch stellten sich die Beamten vorsorglich, kurz vor elf Uhr, für eineinhalb Stunden mit dem Lasermessgerät am Uelfebad auf. Ihr Ziel: Aufklärung. "Unser Augenmerk liegt diese Woche klar auf den Motorradfahrern", sagte Jörg Müller vom Verkehrsdienst Wipperfürth.

Auch wenn das Wetter noch nicht ganz mitspielte - , die Motorradsaison hat längst begonnen und zieht wie jedes Jahr begeisterte Motorradfans aus nah und fern in die kurvenreiche bergische Landschaft. Bei normalen, frontalen Geschwindigkeitskontrollen bekommen die Beamten die Temposünder gar nicht zu Gesicht, denn "in der Regel fahren sie vermummt, und außerdem ist das Kennzeichen nur von hinten zu sehen", erklärte Müller. Viele seien daher überrascht, dass sie bei solchen Kontrollen überhaupt gemessen werden. Daher war das Ziel der Polizei gestern, nicht nur die Schnellfahrer zu bremsen, sondern sie auch herauszuwinken und mit ihnen zu sprechen.

Keine zwei Minuten nach dem Aufbau der Messstelle, wurde auch schon der erste Temposünder mit 69 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer erwischt: Der Beamter winkte den Kradfahrer heraus, dem zwei weitere Fahrer folgten, und lotste sie zu seinen Kollegen am Fahrzeug. "Hier konnten wir jetzt nur den vordersten Fahrer messen. Die anderen waren vermutlich ähnlich schnell, aber das können wir mit diesem Messgerät nicht eindeutig feststellen", erklärte Müller. Beim Temposünder handelte es sich um einen Mann aus Remscheid, der mit seiner Frau und Sohn zu einer kleinen Tour rausgefahren waren.

"Der Sohn hat erst kürzlich den Motorradführerschein gemacht", erzählte Andreas Roth von der Bezirksstelle Hückeswagen. Der Fahrer wurde mit einem Bußgeld von 30 Euro verwarnt. "Wir haben uns auch die Bereifung angeschaut und die Auspuffanlage." Beim Sohn schauten sie auch etwas genauer nach. "Fahranfängern sollte man immer zum Sicherheitstraining raten, denn da kann eine Übung einfach noch nicht da sein."

Grundsätzlich sei ein solches Training für alle Kradfahrer sinnvoll, die nach einem langen Winter wieder sicher auf ihrer Maschine sitzen wollen. Der Familienvater, so die Polizisten, nahm das Knöllchen gelassen. "Er hat es sportlich genommen." Das Klientel der Polizisten sind aber weniger die Motorrad-Crews, die in der Regel ruhig fahren, sondern eher Einzelfahrer.

Quelle: RP
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