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Radevormwald
Polizei rät: "Fuß vom Gas! i-Dötzchen sind unterwegs"

Für viele Kinder begann gestern ein neuer Lebensabschnitt: Sie kamen als Erstklässler in die Schule. "Der Weg zur neuen Schule stellt gerade für die jüngsten Verkehrsteilnehmer eine große Herausforderung dar und ist mit Gefahren verbunden", betont Polizei-Sprecher Michael Tietze. Daher bittet die Polizei gerade in den ersten Wochen nach Schulbeginn um ein besonders umsichtiges Verhalten im Straßenverkehr.

Im Idealfall würden die i-Dötzchen die erste Zeit von den Eltern zur Schule begleitet - "so lange, bis sie den Weg sicher beherrschen", rät Tietze. Könnten Kinder doch Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht richtig einschätzen, werden leicht übersehen und können selbst über Hindernisse wie geparkte Fahrzeuge nicht hinwegsehen. "Daher ist der kürzeste Weg nicht immer der beste", macht der Polizei-Sprecher deutlich. Gerade stehende oder geparkte Fahrzeuge stellten immer eine Gefahrenstelle dar. So sollten für gesicherte und gut einsehbare Übergänge auch der eine oder andere Umweg in Kauf genommen werden.

Auch reagieren Kinder noch impulsiv und unberechenbar und laufen unvorhergesehen auf die Straße. Daher lautet die Devise: "Fuß vom Gas! Seien sie bremsbereit, wenn Sie ein Kind sehen!" An Bushaltestellen sei besondere Vorsicht geboten. Ein mit Warnblinkanlage fahrender Bus dürfe nicht überholt werden. Steht der Bus, ist höchstens Schrittgeschwindigkeit erlaubt - das gilt für beide Richtungen. Aber auch Fußgänger sollten sich verkehrskonform verhalten, "denn Kinder schauen sich viel ab".

2015 lag die Anzahl der Schulwegunfälle im Oberbergischen Kreis (8) niedrig. "Doch jeder Schulwegunfall ist einer zu viel!", unterstreicht Tietze. Daher appelliert er an alle Verkehrsteilnehmer, durch verkehrsgerechtes Verhalten die Unfallzahlen noch weiter zu senken.

(büba)
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