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Radevormwald
Schulleiterin wehrt sich gegen neues Raumkonzept

Radevormwald. Von "gedrückter Stimmung, entsetzten Lehrerinnen, aufgebrachten Eltern und traurigen Kindern gleich zu Beginn eines neuen hoffnungsvollen Jahres" berichtet Jutta Felderhoff, die Schulleiterin der Grundschule Stadt.

Sie bezieht sich auf einen Artikel in der BM von Mittwoch (6. Januar), in dem Bürgermeister Johannes Mans den Auftrag für ein Raumkonzept erläuterte und der Prüfung, ob die Räume der Grundschule Stadt eventuell für die Stadt anders genutzt werden könnten.

"Als ich meinen Dienst an der GGS vor einem halben Jahr antrat, versuchte ich beim Schulverwaltungsamt und beim Gebäudemanagement in Erfahrung zu bringen, ob die unteren Räume der GGS Stadt, die von der Volkshochschule und der Musikschule genutzt werden oder besser wurden, eventuell für die Ausweitung des Offenen Ganztags und der ,Schule von 8 -1', die beide seit bereits seit mehreren Jahren aus den Nähten platzen, nutzbar gemacht werden könnten", schreibt Felderhoff. Sie sei vertröstet worden, dass erst mit der Einrichtung der Sekundarschule erst über ein Raumkonzept nachgedacht werden könne.

Jetzt gebe es Ideen, die vorher nicht mit den Betroffenen abgesprochen worden sind. "Das Befremdliche für mich daran ist, dass in Ihrem Raumkonzept die 290 kleinen Menschen fehlen, die bisher gerne das Haus an der Carl-Diem- Straße mit Leben, Lachen, Gesang und Lernen gefüllt haben. Wo kommen sie und wir, die Lehrerinnen, die OGS-Kräfte, die Betreuungskräfte, die Sekretärin, die Integrationshelferinnen der GGS Stadt, vor?", fragt Felderhoff.

Die Zeit vor Weihnachten mit dem plötzlichen Umzug sei für die Schule nicht einfach gewesen, aber unausweichlich. "Die Situation ist ertragbar als Provisorium, für einen begrenzten Zeitraum", schreibt Felderhoff. Nicht haltbar seien: keine kindgemäße Schulhofsituation, zu kurze Pausenzeiten, zu lange und gefährliche Schulwege, auf denen die Kleinen von Schülern umliegender Schulen angegangen werden, keine OGS-Verzahnung (Offener Ganztag im Wartburghaus) mehr, Sportunterricht wegen zu weiter Wege nicht möglich, viel zu große Toilettenanlagen für die Kleinen, fehlende Heizkörperverkleidungen, Parkplatzdilemma, morgendlicher Verkehrsinfarkt, Behelfsstundenpläne, Unterrichtsausfall, um einiges zu nennen.

Jutta Felderhoff fragt nach der plötzlichen Eile. "Bis zum 22. Dezember war die GGS Stadt in einem Dornröschenschlaf. Nichts ist geschehen, keine Handwerker und kein Sachverständiger haben sich des Deckenproblems angenommen", schreibt sie. Sie vertraue darauf, dass das elementare Bildungswesen der Stadt nicht das Nachsehen habe, sie vertraue auf Rat, Schulausschuss und Parteien, "die hier sicherlich im Sinne der Kinder mitreden werden und eventuell hier Weichen umstellen können".

(wos)
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