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Radevormwald
Sperrmüllhaufen verschandelt Innenstadt

Radevormwald: Sperrmüllhaufen verschandelt Innenstadt
Zentral gelegen, direkt am neuen Kreisverkehr an der Hohenfuhrstraße: Hier hat ein Unbekannter vor knapp zwei Wochen verbotenerweise Sperrmüll abgelagert. FOTO: hans joachim harnischmacher
Radevormwald. Der Frühling naht - und mithin auch das Problem, das Menschen sich ihres Sperrmülls auf unkonventionelle Weise entledigen. Indem sie Betten, Schränke und Sofas nämlich einfach an den Straßenrand stellen. Das ist zwar verboten, denn eine Sperrmüllabfuhr muss beantragt werden, doch darum scheren sich einige Zeitgenosse offensichtlich nicht - wie vor Ostern am Kreisverkehr an der Hohenfuhrstraße. Dort wurde ein Sperrguthaufen täglich größer, so dass sich einige Leser über den Bürgermonitor der Stadt beschwerten und wissen wollten, wie das mit der Sperrgutregelung in solchen Fällen läuft. Auch über Ostern blieb der Haufen liegen. "Eine schlechte Visitenkarte für unsere Stadt", meinte ein Leser, der außerdem beobachtete, dass sich immer mal wieder Leute am Sperrguthaufen bedienten oder sogar neuen Sperrmüll hinzulegten. "Da kam laufend Nachschub. Über Ostern waren es Bettmatratzen. Der Spott aus Passantenkreisen ließ nicht auf sich warten", schreibt ein Leser. Offenbar habe man sich an den jetzt gut zwei Wochen währenden Umschlagplatz gewöhnt. Sein Vorschlag: "Wir haben in der Stadt einen hochaktiven Knöllchenschreiber. Der könnte dem Ordnungsamt melden, wenn Sperrmüll vorzeitig an die Straße gelegt wird oder nicht rechtzeitig aus dem Stadtbild verschwindet." Von Joachim Rüttgen

Die Rechtslage ist eindeutig: "Sperrmüll muss angemeldet werden, obwohl die Stadt eigentlich nicht zuständig ist, sondern der Bergische Abfallwirtschaftsverband", sagt der Leiter des Ordnungsamtes, Jochen Knorz. Die Stadt sei in diesem aktuellen Fall aber bereits mit im Boot und versuche, den Verursacher für den Sperrmüllhaufen in der Innenstadt zu finden. "Dieser Sperrmüll ist nicht angemeldet, gegebenenfalls werden wir dann eine Sonderabfuhr beantragen", kündigt Knorz an. Das könne aber noch etwas dauern, da man zunächst den Verursacher ausfindig machen wolle. Das Problem mit Sperrmüll sei im Ordnungsamt ein Dauerthema, gerade jetzt im beginnenden Frühjahr, wo die Leute wieder aktiver sind und sich mehr im Freien aufhalten. Fest steht: Sperrmüll darf nach der korrekten Beantragung erst am Abend vor der angekündigten Abfuhr an die Straße gestellt werden. "Wer jemanden beobachtet, der Sperrmüll ablädt, sollte sich das Kennzeichen notieren und Stadt oder BAV informieren. Wir verfolgen das dann", sagt Knorz. Wer verbotenerweise Müll entsorgt, riskiere ein Bußgeld, das sich nach Größenordnung und Menge des Mülls orientiere. Knorz sieht die Rader in einem Lernprozess, nachdem die Stadt vor etwa zwei Jahren die Abfuhr des Mülls auf den BAV übertragen hat. "Wir stehen in engem Kontakt mit den Kollegen und arbeiten intensiv zusammen", sagt der Leiter des Ordnungsamtes.

Quelle: RP
 
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